Lieferengpässe

Metoprolol-Markt ausgetrocknet APOTHEKE ADHOC, 10.08.2016 09:05 Uhr

Berlin - Der Lieferengpass bei Metoprolol hält weiter an. Auch im August scheint keine Besserung der Verfügbarkeit in Sicht. Die Hersteller sehen eher eine Ausweitung des Defekts. Da der Engpass des Betablockers bereits seit Wochen andauert, sind neu bereitgestellte Packungen schnell ausverkauft.

Die Lieferprobleme bei Hexal haben den Metoprolol-Markt zusammenbrechen lassen. Metohexal 200 retard ist seit mehr als einem Vierteljahr defekt, das Produkt der Schwesterfirma 1A Pharma sogar noch etwas länger. Der Holzkirchener Konzern ist langjähriger Rabattpartner der AOK. Andere Hersteller konnten nicht einspringen, da sie nicht auf die entsprechenden Mengen vorbereitet waren.

Wann Hexal wieder liefern kann, kann man dort nicht absehen. „In Bezug auf die Lieferengpässe bei Metoprololtartrat gibt es leider keine Neuigkeiten unsererseits“, sagt ein Sprecher. Im Juni hieß es, die Validierung der Produktion bei der polnischen Tochterfirma Lek laufe. Das sollte noch bis in die Sommermonate dauern.

Andere Hersteller können die Lücke nicht füllen. Heumann konnte zwar kurzfristig Chargen freigegeben. Doch da der Markt wie ausgetrocknet ist, hat sich fast der komplette Jahresbedarf innerhalb von zwei Tagen abverkauft. Die Ware ist sprichwörtlich in kürzester Zeit versickert. „Wir haben zwar weitere Bestellungen laufen, aber aufgrund der bekannten Vorlaufzeiten wird die für Endes diesen Jahres geplante Lieferung nicht so schnell zur Verfügung stehen“, heißt es vom Hesteller.
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