Rückrufwelle

Valsartan: Neues Rezept – sonst Retax APOTHEKE ADHOC, 11.07.2018 09:09 Uhr

Berlin - Was darf ich noch abgeben? Das ist die Frage, die im Zusammenhang mit Verordnungen über Valsartan angesichts der aktuellen Lage aufkommt. Inzwischen haben 16 Unternehmen ihre Valsartan-haltigen Arzneimittel zurückgerufen. Wie können Rezepte retaxsicher beliefert werden?

Ursache für die Rückrufwelle ist eine Wirkstoffverunreinigung mit der möglicherweise krebserregenden Substanz N-Nitrosodimethylamin (NDMA). Betroffen sind Arzneimittel, deren Wirkstoff vom chinesischen Hersteller Zhejiang Huahai Pharmaceutical stammt. In den Apotheken häuft sich Ware, die in Quarantäne gestellt werden muss und nicht mehr abgegeben werden darf. Knapp werden hingegen Packungen, die nicht betroffen sind. Was darf noch geliefert werden? Fakt ist in jedem Fall, dass Apotheken ohne gültige Verordnung keinen Umtausch vornehmen dürfen. Wenn Kunden das zurückgerufene Valsartan umtauschen wollen, brauchen sie ein neues Rezept.

Welche Hersteller sind nicht betroffen? Novartis, Aurobindo, TAD und Mylan dura enthalten keinen Wirkstoff der chinesischen Firma. Bislang wurden auch die Monopräparate Valsartan Basics (alle Stärken) und Valsartan CT (80 und 320 mg) sowie die Kombinationen Valsartan-ratiopharm comp. 120/12,5 mg, Valsartan comp. AbZ 120/12,5 mg und Valsartan comp. CT 320/12,5 mg.

Welche Rabattverträge gibt es?

  • TK: Valsartan AbZ, Heumann und TAD sowie Valsartan/HCT von AbZ, Puren und TAD
  • DAK: Valsartan AbZ, Heumann, TAD sowie Valsartan/HCT von AbZ, Puren, TAD
  • AOK: Valsartan und Valsartan/HCT sind exklusiv an TAD vergeben, einzige Ausnahme ist die AOK Nordost, hier ist Valsartan Heumann exklusiver Partner
  • Barmer: Valsartan Mylan dura sowie die Bietergemeinschaften Heumann/Heunet und Teva/Ratiopharm, die Kombination Valsartan/HCT wurde an Aurobindo, TAD und die Bietergemeinschaft Teva/Ratiopharm vergeben.

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