Honorargutachten

Statistik der Apothekerleiden: Meine Frau muss mitarbeiten Lothar Klein, 11.12.2017 12:01 Uhr

Berlin - Etwa 1000 Apotheker haben sich seit Jahresbeginn an der von 2hm Consulting durchgeführten Befragung zum Apothekenhonorar beteiligt. Herausgekommen ist ein 126-seitiges Statistikwerk, das dem Gutachten als Anhang beigefügt ist. Darin kann man unter anderem nachlesen, dass in Deutschlands Apotheken so gut wie keine „Pillen, Tabletten und Pastillen“ mehr gefertigt werden. Mehr noch: Die Apotheker hatten Gelegenheit, Anmerkungen und Kommentare hinzuzufügen. Diese lesen sich wie eine „Statistik der Apothekerleiden“.

Die Kommentare und Anmerkungen der Apotheker sind anonymisiert und umfassen mehr als 20 Seiten. Die meiste Kritik müssen die 2hm-Gutachter bezüglich der Fragestellung einstecken. Vielen Apothekern sind die Fragen zu ungenau. Sie sehen ihren Apothekenalltag nicht ausreichend abgebildet. Auch Retaxationen spielen ein Rolle. Andere Apotheker klagen über die allgemeine Geringschätzung für ihre Arbeit.

„Ich habe lange gezögert diese Anfragen zu beantworten, da die Fragen viel zu ungenau sind“, schreibt ein Apotheker: Leider werde „die Arbeit in unseren Apotheken nicht richtig geschätzt“. Wenn dann mal Praktikanten kämen, heiße es zum Schluss immer: „Das habe ich aber nicht gewusst, mit welch großem Aufwand hier gearbeitet wird.“

„Ich hoffe, die Befragung trägt zu einer besseren Vergütung unserer Arbeit bei, da auch die Beantwortung der Fragen sehr zeitaufwendig war. Ich kann nur anmerken, dass die momentane Vergütung deutlich defizitär ist“, beklagt sich ein anderer Apotheker. In den letzten Jahren sei insbesondere durch die Hilfsmittelverträge ein sinnloser bürokratischer Aufwand entstanden, „den ich nur mitmache, weil ein Urologe im Haus tätig ist. In Bezug auf die Rabattverträge behaupte ich, dass eine Versorgung der Bevölkerung bei striktem Einhalt nicht mehr angemessen möglich ist.

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