Ausbildung

PTA-Schulen: Echte Pillen für den Nachwuchs APOTHEKE ADHOC, 17.11.2018 09:41 Uhr

Berlin - Die Abgabe von Arzneimitteln ist ein wesentlicher Bestandteil der Tätigkeit einer PTA. Bisher durften die Schulen jedoch keine Medikamente direkt vom Hersteller beziehen. Das soll sich mit dem geplanten „Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung“ (GSAV) ändern.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will den Vertrieb von Arzneimitteln erweitern. Wie Hochschulen sollen dem Referentenentwurf zufolge auch Ausbildungsstätten für Heilberufe für die Ausbildung benötigte Arzneimittel über den Direktvertrieb beziehen können. Diese Veränderung stelle „eine Erleichterung bei der Ausbildung dar“.

Der Vertrieb von Arzneimitteln ist im Arzneimittelgesetz geregelt. Dort wird aufgelistet, an wen Hersteller und Großhändler – außer an Apotheken – Medikamente liefern dürfen. Bisher sind dort beispielsweise Kliniken, Gesundheitsämter und Ärzte bei Impfungen zur Abwendung einer Seuchen- oder Lebensgefahr, spezielle Gelbfieber-Impfstellen, Veterinärbehörden bei Arzneimitteln zur Durchführung öffentlich-rechtlicher Maßnahmen oder Forschungseinrichtungen mit BtM-Erlaubnis genannt. Nun soll ein neuer zehnter Punkt eingefügt werden.

Durch Bundesgesetze geregelte Heilberufe sind neben PTA auch psychologische Psychotherapeuten, Tierärzte, Gesundheits- und Krankenpfleger, Hebammen und Entbindungspfleger, Ergotherapeuten, Logopäden, Orthoptisten, Physiotherapeuten, Masseure und medizinische Bademeister, Notfall- und Rettungssanitäter sowie Altenpfleger.

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