Strafbefehl: PTA verwechselt Wirkstoffe

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Die Verteidigerin der PTA argumentierte in der Verhandlung, dass gar nicht erwiesen sei, dass die Patientin das falsche Arzneimittel eingenommen habe und deswegen ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. Im Blut der Frau sei das Medikament nicht nachgewiesen worden.

Diese Argumentation wollte der Richter offenbar nicht akzeptieren. Dass der Vorfall erst zwei Wochen nach der Abgabe aufgetreten sei, hänge höchstwahrscheinlich damit zusammen, dass die Frau zunächst ihr altes Arzneimittel aufgebraucht habe. Und im Krankenhaus sei nur ein Test auf Drogen durchgeführt worden und nicht auf Medikamentenspuren.

Der Richter kündigte an, dass für die Weiterführung der Verhandlung ein medizinisches Gutachten notwendig sei. Ginge das Verfahren ungünstig für die PTA aus, müsste sie auch diese Kosten bezahlen. Nach eingehender Beratung mit ihrer Verteidigung hat die PTA laut RP den Vorschlag des Gerichts angenommen, das Verfahren gegen eine Geldbuße einzustellen.

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