Dreimal Nasenspray, bitte!

, Uhr



Eine weitere kritische Substanz ist Dextrometorphan, ein rezeptfreies Opioid. Der Hustenstiller entfaltet seine Wirkung über das zentrale Nervensystem und kann bei Überdosierung halluzinogene und euphorisierende Effekte haben sowie zu Rauschzuständen führen. Es ist allerdings auch möglich, dass Menschen, die den Wirkstoff sehr langsam abbauen, schon in therapeutischen Dosen diese Wirkungen bei sich bemerken können.

Analysen der DHS zeigen, dass ältere Menschen besonders betroffen sind, Substanzen zu missbrauchen. Häufige Gründe zum Griff zur Tablette sind unter anderem depressive Verstimmungen und Schlaflosigkeit. Neben Schlaf- und Beruhigungstabletten werden auch alkoholhaltige Stärkungsmittel, wie zum Beispiel Klosterfrau Melissengeist, zu oft eingenommen.

Abgesehen von den Neben- drohen Wechselwirkungen. Ein Hauptgrund dafür ist die Polymedikation dieser oft multimorbiden Patienten. Aber auch veränderte Stoffwechselprozesse im Alter spielen dabei eine Rolle. Zudem kann Alkohol die Wirkung einiger Medikamente verstärken und Interaktionen begünstigen.

Kunden haben verschiedene Motive, weshalb sie Arzneimittel missbrauchen. Um so wichtiger ist es, die Hintergründe zu erfragen und sie über Risiken und Nebenwirkungen aufzuklären. Häufig können zum Beispiel Depressionen, Perspektivlosigkeit und Todesfälle die Ursachen sein. Eine offensive Beratungspolitik sowie Rat zur Konsultation von Arzt und Beratungsstellen können helfen, den Kunden zu sensibilisieren. Bei begründetem Verdacht auf Missbrauch ist die Abgabe zu verweigern. Laut DHS müssen Ärzte und Apotheker außerdem besser zusammenarbeiten.

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand und abonnieren Sie den Newsletter von APOTHEKE ADHOC.

 

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr aus Ressort
Tipps von Coach Steffi Rieth
Umgang mit peinlichen Situationen »
Weiteres
Nur noch eine Rezeptur pro Verordnung
Platzmangel durch Hash-Code und Z-Daten»
Dosierungsangabe
Achtung Retax: >>2x»