Großhandel

Trümper: Es gibt keine schwarzen Kassen Lothar Klein, 17.01.2019 13:38 Uhr

Es gebe, anders als behauptet, auch keine Dominanz von ausländischen Konzernen auf dem deutschen Großhandelsmarkt. Über zwei Drittel des Marktes seien in der Hand von deutschen Anbietern. Trümper: „Von einer Marktbeherrschung durch ‚milliardenschwere ausländische Konzerne‘ kann also keine Rede sein. Es findet auch keine ‚Verschiebung von Gewinnen ins Ausland‘ statt. Das sind Fake-News. Wer darüber hinaus auch noch behauptet, dass der Phagro die Menschen für dumm verkauft, dem kann ich nur erwidern, er möge besser vor der eigenen Tür kehren.“

Daher sei es wichtig, über Fakten zu reden: „Die wirtschaftliche Lage des Großhandels wird objektiv vom Institut für Handelsforschung (IHF) in Köln erhoben. An diesen Aussagen zweifelt niemand. Danach betrug im Jahr 2017 die Gesamtmarge des Großhandels 4,4 Prozent. Diese Marge sinkt seit Jahren kontinuierlich wegen der Zunahme der Hochpreisartikel im Arzneimittelmarkt und der für den Großhandel geltenden Margenkappung“, so der Phagro-Chef. Auf der anderen Seite stiegen die Kosten des Großhandels weiter, insbesondere bedingt durch die EU-GDP-Richtlinie und die EU-Fälschungsschutzrichtlinie. Derzeit verbleibe für den Großhandel allenfalls eine schwarze Null. Trümper: „Diese Zahl muss man Kritikern entgegenhalten, die meinen, es gebe beim Großhandel riesige schwarze Kassen. Das stimmt nicht.“

Der Phagro-Chef zeigte sich zuversichtlich, im aktuell im Bundestag zur Beratung anstehenden Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) noch eine Klarstellung zur Skonti und Rabatten zu erreichen: „Wir haben jetzt ein demokratisch-parlamentarisches Verfahren. Dort können und werden die Fakten diskutiert. Aufgabe des Parlaments ist es ja, die Gesetzgebung zu überwachen und entsprechenden Korrekturen vorzunehmen. Wir gehen davon aus, dass die Gesundheitspolitiker das erkennen und für eine Klarstellung der Skonti und Rabattfrage im Sinne einer rechtssicheren Lösung sorgen.“

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