OVG Münster: Großhändler müssen Apothekerwissen nachweisen

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Laut GDP-Leitlinien sollte die verantwortliche Person über alle von den Mitgliedstaaten rechtlich vorgeschriebenen Qualifikationen und Voraussetzungen verfügen, „wobei ein Hochschulabschluss in Pharmazie für wünschenswert gehalten wird“, so das Gericht in erster Instanz. Die vom Großhändler im konkreten Fall benannte verantwortliche Person erfülle diese Voraussetzungen nicht.

Nachgewiesen seien lediglich der Erwerb der mittleren Reife, die Ausbildung zum Kaufmann Groß- und Außenhandel sowie eine anschließende Tätigkeit zunächst als Sachbearbeiter Warenwirtschaft, danach als Assistent der Lagerleitung, als Abteilungsleiter Wareneingang, als stellvertretender Betriebsleiter, später als Betriebsleiter in verschiedenen Niederlassungen.

„Über eine Ausbildung, mit der er spezifische Kenntnisse erworben hätte, um mit entsprechendem naturwissenschaftlichem Verständnis die Produkte, mit denen die Klägerin Handel betreibt, beurteilen zu können, verfügt er folglich nicht“, so das Gericht. Auf pharmazeutische/naturwissenschaftliche Kenntnisse könne nicht verzichtet werden, „da die Tätigkeit der verantwortlichen Person keinesfalls ausschließlich logistischer Natur ist“.

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