DAV-Wirtschaftsforum

OTC: Versandhandel hat 17 Prozent APOTHEKE ADHOC, 25.04.2018 13:42 Uhr

Berlin - Der Versandhandel wächst im Rx- und OTC-Bereich, bei den stationären Apotheken sieht es hingegen weniger rosig aus. Das geht aus dem Apothekenwirtschaftsbericht 2018 hervor, den DAV-Geschäftsführerin Claudia Korf und Abteilungsleiter Dr. Eckart Bauer auf dem Wirtschaftsforum des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) vorstellten.

Der Versandhandel hat im vergangenen Jahr 5,8 Prozent mehr Rx-Arzneimittel verkauft, 8 Millionen Packungen. Das ergibt einen Marktanteil von 1,1 Prozent. Auch nach Umsatz mit Rx-Medikamenten konnte der Versandhandel zulegen, konkret um 4 Prozent auf 305 Millionen Euro. Das entspricht 1 Prozent des Gesamtmarktes. Noch stärker sind die Zuwächse im OTC-Bereich ausgefallen: 6,3 Prozent mehr verkaufte Packungen (112 Millionen) und 9,8 Prozent mehr Umsatz (842 Millionen Euro). Das entspricht 13,2 beziehungsweise 17 Prozent Marktanteil.

Bei den Apotheken waren die Zuwächse nicht annähernd so groß, der Absatz mit Rx- und OTC-Medikamenten ging sogar um 0,3 beziehungsweise 1 Prozent zurück. Insgesamt gingen im vergangenen Jahr 730 Millionen Packungen rezeptpflichtige und 736 Millionen rezeptfreie Mittel über den HV-Tisch. Der Umsatz im Rx-Bereich wuchs um 5 Prozent auf 28,85 Milliarden Euro, bei OTC gab es einen Zuwachs von 0,8 Prozent auf 4,12 Milliarden Euro.

Die Anzahl der Apotheken war bereits im ersten Quartal 2017 unter 20.000 gefallen. Gab es Ende 2016 bundesweit noch 20.023 Apotheken, so waren es Ende 2017 nur noch 19.748. Das sind 23,8 Apotheken pro 100.000 Einwohner und damit unter dem EU-Durchschnitt von 31 Apotheken je 100.000 Einwohner. Am höchsten ist die Apothekendichte in Griechenland mit 87 Apotheken und am niedrigsten in Dänemark mit acht Apotheken je 100.000 Einwohnern.

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