Ringimpfungen

Lauterbach: Bis zu 40.000 Dosen Pockenimpfstoff bestellt

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Berlin -

Für den möglichen Fall einer weiteren Ausbreitung der Affenpocken in Deutschland sind laut Gesundheitsminister Karl Lauterbach „bis zu 40.000 Dosen“ Pockenimpfstoff bestellt worden.

Das Vakzin namens Imvanex (Bavarian Nordic) sei in den Vereinigten Staaten gegen Affenpocken zugelassen, sagte der SPD-Politiker am Dienstag am Rande des Deutschen Ärztetags in Bremen. Es gehe darum, vorbereitet zu sein auf eventuell nötige Impfungen von Kontaktpersonen – sogenannte Ringimpfungen.

Ausbreitung eindämmen

Der Impfstoff könne genutzt werden, um eine Ansteckung zu verhindern – aber auch, um bei bereits Angesteckten den Ausbruch der Erkrankung zu verhindern oder zumindest zu verzögern. „Ich rechne damit, dass wir also hier eine Reserve in Kürze geliefert bekommen“, sagte der Minister.

Seit 2013 ist Imvanex in der EU gegen die Pocken zugelassen. Eine Zulassung zur Vorbeugung von Affenpocken hat das Mittel in der EU nicht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wies kürzlich darauf hin, dass dieser Impfstoff nicht flächendeckend verfügbar sei. In der Taxe ist das Vakzin als Pandemieartikel gelistet, der nicht über den Großhandel bezogen werden kann. Imvanex wird zweimal verabreicht. Zwischen den beiden Injektionen sollten 28 Tage liegen. Zu den sehr häufigen Nebenwirkungen nach der Immunisierung gehören Kopfschmerzen, Übelkeit. Myalgie und Schmerzen an der Einstichstelle.

Britische Gesundheitsbehörden haben seit dem vermehrten Auftreten von Affenpocken in dem Land bereits mehr als 1000 Dosen Imvanex an Kontaktpersonen verabreicht. Das teilte eine Sprecherin der UKHSA (UK Health Security Agency) am Dienstag mit. Weitere 3500 Dosen seien auf Lager, fügte die Sprecherin hinzu.

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