KKH-Negativliste: Pfusch-Apotheker führt

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Berlin - Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) beklagt den bislang größten Schaden durch Betrug in ihrer Geschichte: Durch gepanschte Medikamente, gefälschte Rezepte und unrechtmäßig abgerechnete Leistungen entstand der Kasse im Jahr 2017 ein Schaden von 3,7 Millionen Euro. Das ist ein Negativrekord. Der mutmaßliche Pfusch-Apotheker Peter S. aus Bottrop, der derzeit vor Gericht steht, führt die „Top 5“ der Negativliste an.

Ein Ermittlerteam deckte bundesweit 270 Delikte auf, in 22 Fällen wurde Strafanzeige gestellt. „Nahezu alle Bereiche des Gesundheitswesens sind betroffen“, sagt Dina Michels, Chefermittlerin bei der KKH. Besonders deutlich habe der Betrug in der ambulanten Pflege zugenommen. Wie immer bei diesen Fällen ist die Dunkelziffer hoch, weshalb die KKH nun bundesweit eine stärkere Spezialisierung der Polizei mit Blick auf Korruption im Gesundheitswesen fordert.

Zu den Top 5 der neu aufgedeckten Fälle 2017 gehören ambulante Pflege (110 Fälle), gefolgt von Krankengymnasten und Physiotherapeuten (52 Fälle), Arzneimitteln (22 Fälle), Orthopädischen Hilfsmitteln und Sanitätshäusern (zehn Fälle) sowie Ergotherapie (neun Fälle).

Nach Schadenshöhe beziffert liegt Arzneimittelbetrug auf Platz 1. Betrüger ergaunerten hier 2017 insgesamt 2,3 Millionen Euro. Auf Platz 2 folgen die Krankengymnasten und Physiotherapeuten mit 504.000 Euro, auf Platz 3 ambulante Pflege (237.000 Euro), Platz 4 im Ranking belegen die Krankenhäuser mit 206.000 Euro. Im Bereich der orthopädischen Hilfsmittel und Sanitätshäuser liegt der Schaden bei 199.000 Euro.

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