Lebensmittelsicherheit

Kein EU-Job für Ex-Monsanto-Lobbyistin

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Gentechnik und Lebensmittelsicherheit passen aus Sicht der Europäischen Union (EU) nicht unter einen Hut. Eine ehemalige Mitarbeiterin des US-Konzerns Monsanto wird nicht im Verwaltungsrat der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sitzen: Der Ministerrat hatte nach Protest aus dem EU-Parlament auf eine Nominierung der Ex-Cheflobbyistin Irin Melle Frewen verzichtet. Frewen war fünf Jahre für Monsanto tätig.

Der Entschluss wurde von den EU-Parlamentariern Dr. Peter Liese und Dr. Richard Seeber (beide Christdemokraten) begrüßt. „Die heutige Entscheidung der Mitgliedsstaaten ist im Sinne der Glaubwürdigkeit der EFSA richtig und wichtig.“ Mit einer ehemaligen Monsanto-Mitarbeiterin im Verwaltungsrat wäre jede Entscheidung der Behörde kritisiert und als zu industriefreundlich ausgelegt worden.

Die beiden Mitglieder des Gesundheitsausschusses forderten für den Verwaltungsrat mehr Repräsentanten aus kleinen und mittleren Unternehmen. „Im Gegensatz zu großen, multinationalen Konzernen haben zum Beispiel Bäckereien, Metzgereien und andere handwerkliche Kleinunternehmen keine große Lobby“, sagte Liese.

 

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