Kassen sollen Patienten besser beraten

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Berlin - Patienten sollen bei der Versorgung mit Hilfsmitteln wie Windeln oder Rollstühlen besser über die jeweiligen Angebote der Hersteller informiert werden. Das Vorstandsmitglied der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK), Gertrud Demmler, sagte, die Krankenkassen müssten Patienten frühzeitig beraten, damit diese die für ihre Bedürfnisse richtige Entscheidung treffen könnten. Zudem müssen nach Ansicht der SBK alle Krankenkassen verbindliche Qualitätsstandards bei Hilfsmitteln einhalten.

Nach Klagen über die vielfach schlechte Qualität der von den Kassen bezahlten Hilfsmittel will Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) den Katalog der Hilfsmittel auf den aktuellen technischen Stand bringen und diesen regelmäßig anpassen lassen. Häufig zwang die schlechte Qualität Patienten zu Zuzahlungen, um bessere Hilfsmittel zu bekommen. Gröhe müsse in seinen Referentenentwurf für ein neues Heil- und Hilfsmittelgesetz das Beratungsrecht der Patienten stärken, forderte Demmler.

Der Leiter des Versorgungsmanagements bei der SBK, Stefan Weber, sagte: „Im Austausch mit den Kunden erfahren wir jeden Tag, wie wichtig eine gute Hilfsmittelversorgung für das Wohlergehen und die Lebensqualität der Patienten ist.“

Es sei daher höchste Zeit, dass alle Krankenkassen verbindliche Qualitätsstandards einhielten. „Der Handlungsdruck für den Gesetzgeber war hier enorm. Es ist schade, dass erst eine Diskussion über die Versorgung mit Inkontinenzvorlagen die Dringlichkeit vor Augen führen musste“, sagte Weber.

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