Stiller Milliardenmarkt

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Berlin - Gaby Köster, Sharon Stone, Matthias Platzeck, Wolfgang Niedecken und Jean-Paul Belmondo haben etwas gemeinsam: Sie hatten einen Schlaganfall. Je nach Schwere können Sprachstörungen die Folge sein oder Beeinträchtigungen der Motorik. Die Menschen brauchen auch nach der stationären Behandlung Hilfe von Therapeuten, um das Sprechen wieder zu lernen oder das Gehen und Greifen. Und um bleibende körperliche Einschränkungen auszugleichen, ist möglicherweise auch ein Rollator oder Rollstuhl nötig.

Was sind Heil- und was sind Hilfsmittel?
Heilmittel sind – anders als der Begriff vermuten lässt – medizinische Behandlungen, die von Vertragsärzten verordnet und von speziell ausgebildeten Therapeuten erbracht werden. Zu den Heilmitteln zählen die Anwendungen der Physiotherapie wie Krankengymnastik, Massagen und Wärmebehandlungen sowie der Logopädie bei Stimm-, Sprech-, und Sprachstörungen. Die Ergotherapie kommt bei Störungen im Bereich der Motorik, der Sinnesorgane sowie der geistigen und psychischen Fähigkeiten zum Einsatz und eine podologische Therapie bei Störungen an Füßen aufgrund einer Zuckererkrankung. Hilfsmittel sind (technische) Gegenstände, mit denen gesundheitliche Defizite ausgeglichen werden sollen – von der Inkontinenzhilfe (Windeln, Katheder) über Bandagen und Prothesen bis hin zu Rollatoren und Rollstühlen. Was geben die Kassen für Heil- und Hilfsmittel aus?
Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) gaben 2015 für Heil- und Hilfsmittel zusammen rund 13,73 Milliarden Euro aus. Das waren immerhin 6,8 Prozent ihrer Gesamtausgaben von 202 Milliarden Euro. Für die medizinischen Hilfsmittel beliefen sich die Kosten auf rund 7,63 Milliarden Euro. Von 2013 auf 2014 stiegen diese Ausgaben um 8,9 Prozent und von 2014 auf 2015 um 2,6 Prozent. Angesichts der alternden Gesellschaft und des technischen Fortschritts werden die Ausgaben wohl auch künftig deutlich wachsen.

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