GKV: Heilmittel sind zu teuer

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Berlin - Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) haben vor einem weiteren massiven Ausgabenanstieg für Heilmittel gewarnt. Diese Leistungsausgaben legten seit Jahren überdurchschnittlich zu: 2013 um 5,1 Prozent, 2014 um 8,2 Prozent und 2015 um 6,3 Prozent, teilte der GKV-Spitzenverband am Donnerstag in Berlin mit. Nun führten etwa die demografische Entwicklung sowie die im GKV-Versorgungsstärkungsgesetz beschlossenen Regelungen zu Preisuntergrenzen für Heilmittel zu weiteren Vergütungssteigerungen.

Für eine hochwertige und wirtschaftliche Versorgung als Teil des GKV-Leistungskataloges sei es erforderlich, den tatsächlichen Patientennutzen der verschiedenen Heilmittel nach wissenschaftlichen medizinischen Erkenntnissen zu überprüfen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das höchste Entscheidungsgremium der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen, sollte den veralteten Heilmittelkatalog in den kommenden Jahren entsprechend aufarbeiten.

Heilmittel unterstützen die Heilung – etwa eine Sprechtherapie nach einem Schlaganfall oder Krankengymnastik nach einem Unfall. Hilfsmittel dagegen helfen ein Defizit auszugleichen, ohne es tatsächlich zu lindern, also Windeln bei Blasenschwäche oder ein Rollstuhl bei Lähmungen.

Weiter fordert der GKV-Spitzenverband, die Ausbildung der Physiotherapeuten grundlegend zu überarbeiten. Sie sollte von Anfang an so umfassend und hochwertig angelegt sein, „dass zeitaufwändige und kostspielige Weiterbildungen für Physiotherapeuten zukünftig nicht mehr erforderlich sind“. Die unterschiedlichen Ausbildungsinhalte und -schwerpunkte in den Bundesländern sollten angepasst werden.

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