Hubmann: Mit Spahn-Gesetz ein gutes Stück weiter

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Berlin - Der Vorsitzende des Bayerischen Apothekerverbandes Dr. Hans-Peter Hubmann sieht in Spahns Kabinettsentwurf zum Apothekenstärkungsgesetz durchaus positive Ansätze: Gegenüber dem Status quo wäre man „ein gutes Stück weiter“, auch wenn der Gesetzentwurf nicht der „Königsweg“ für eine politische Antwort auf das EuGH-Urteil vom 19. Oktober 2016 sei.

„Mit einer Regelung für den GKV-Bereich, der über 80 Prozent des Umsatzes bei verordneten Arzneimitteln ausmacht, wären wir gegenüber der aktuellen Situation ein gutes Stück weiter“, bewertete Hubmann den Gesetzesentwurf bei der Mitgliederversammlung in Nürnberg. „Der Königsweg wäre jedoch, den einheitlichen Apothekenabgabepreis auch für den Bereich der Privaten Krankenversicherungen und der Selbstzahler sicherzustellen“.

Die Preisbindung bleibe weiterhin zentraler Bestandteil der politischen Verbandsarbeit, so Hubmann. Im Gegensatz zu deutschen Apotheken müssten sich Arzneimittelversender mit Sitz im EU-Ausland nach dem EuGH-Urteil aus dem Jahr 2016 nicht mehr an die hierzulande geltende Arzneimittelpreisverordnung halten.

Für dieses Problem böte das Apothekenstärkungsgesetz (GSAVO) Lösungsansätze, die derzeit intensiv mit der Politik diskutiert würden. Die bestehende Ungleichbehandlung von inländischen Apotheken im Vergleich zu Versandhändlern aus dem EU-Ausland solle nach dem Willen von Spahn im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung durch die kollektivvertragliche Regelung einheitlicher Apothekenabgabepreise im Sozialgesetzbuch (SGB V) beendet werden. Politisch stabile Rahmenbedingungen seien wichtig, um in Zeiten stetig sinkender Apothekenzahlen die Gründung oder Übernahme einer öffentlichen Apotheke auch für junge Pharmazeuten wieder attraktiv zu machen, so Hubmann.

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