Behandlungsfehler

FDP verhindert Härtefallfonds

, Uhr

Der von der Union geplante Härtefallfonds für Opfer ärztlicher Behandlungsfehler ist nach einem Zeitungsbericht am Widerstand der FDP gescheitert. Die Liberalen hätten verhindert, dass eine derartige Lösung im geplanten Patientenrechtegesetz verankert wird, berichtete die Berliner Zeitung. Das Gesetz solle nun in der kommenden Woche im Bundestag weitgehend unverändert beschlossen werden.

Die Gesundheitspolitiker der Union hatten eine Lösung für Fälle gefordert, in denen Ärztefehler wahrscheinlich, aber letztendlich nicht gerichtsfest nachweisbar sind. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (beide FDP) argumentierten jedoch, ein Härtefall- oder Entschädigungsfonds unterlaufe das deutsche Haftungssystem, das eine individuelle Haftung mit der Verpflichtung zum Schadenersatz vorsehe.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Datenbasis für Honoraranpassung
Fixum: Destatis soll Apothekendaten liefern
Strengere Regeln für Zweigapotheken
6er-Verbünde mit 6-km-Abstand
Mehr aus Ressort
Fachärzte fordern Verlässlichkeiten
„Ambulantisierung ist kein Selbstzweck“
Mangelnde Temperaturkontrolle bei Versendern
FA: Warum zahlen Kassen wirkungslose Medikamente?

APOTHEKE ADHOC Debatte