Selbstmedikation

Nutzenbewertung für OTC-Produkte APOTHEKE ADHOC, 16.09.2014 11:35 Uhr

Berlin - Die Apotheker stecken in einem Dilemma: Einerseits sollen sie laut Perspektivpapier 2030 evidenzbasiert beraten, andererseits fehlt Ihnen dafür die Datenbasis. Dr. Kerstin Kemmritz aus Berlin will das ändern und hat einen entsprechenden Antrag zum Deutschen Apothekertag den auf den Weg gebracht. Sie fordert, die Daten zu den am häufigsten abgegebenen OTC-Arzneimitteln aufzuarbeiten und die Ergebnisse in praxistauglicher Form zur Verfügung zu stellen.

Kemmritz ist überzeugt, dass der Antrag schon wegen des Perspektivpapiers notwendig sei: Darin stehe, dass Apotheker spätestens ab 2030 evidenzbasiert beraten und versorgen sollten. „Da müssen wir noch einiges tun, denn die Daten dafür sind für uns nur sehr schwer zugänglich“, meint Kemmritz.

Das Angebot bei OTC-Arzneimitteln ist groß. Kemmritz ist bewusst, dass nicht sofort die Daten für jedes Präparat ausgewertet werden können. „Wir wollen realistisch sein, dass wir erst einmal mit den Sachen anfangen wollen, zu denen es Daten gibt und die am meisten verwendet werden“, so die Apothekerin. Dazu gehörten etwa Schmerzmittel sowie Präparate gegen Rückenbeschwerden, Kopfschmerzen oder Magenbeschwerden.

Sie legt besonders auf praxisnahe Einbindung der Ergebnisse Wert. „Uns ist ganz wichtig als praktische Apotheker, dass das etwas ist, was wirklich gelebt und erlebt werden kann“, so Kemmritz. Sie könnte sich vorstellen, dass die Evidenz in der Software angezeigt wird.

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