Junge Pharmazeuten

Apotheker: Keine Zukunft in der Offizin APOTHEKE ADHOC , 21.06.2017 10:13 Uhr

Berlin - Die Einzelapotheke hat ausgedient – zumindest bei den Berufsanfängern unter den Pharmazeuten. Nur 3 Prozent der Apotheker mit drei bis neun Jahren Berufserfahrung würde einen entsprechenden Weg wählen, bei Apothekerinnen liegt die Quote mit 9 Prozent etwas höher. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) hervor. Das Ergebnis ist „alarmierend“: Fast die Hälfte glaubt nicht mehr an eine Zukunft in der Apotheke. Nicht weniger als ein Paradigmenwechsel ist zu erwarten: mit Heilberuflern, die als Angestellte in kommerziell ausgerichteten Ketten arbeiten.

40 Prozent der befragten Apotheker und 43 Prozent der Apothekerinnen sehen ihre Zukunft in der öffentlichen Apotheke. 17 Prozent der Männer und 9 Prozent der Frauen würden sich im Krankenhaus anstellen lassen. 43 beziehungsweise 49 sehen sich im Jahr 2030 in einer nicht kurativen Tätigkeit außerhalb der Apotheke, zum Beispiel in der Forschung oder Industrie. Zum Vergleich: Heute arbeiten 80 Prozent der Approbierten in der Offizin, 3,5 Prozent im Krankenhaus und 16 Prozent im nicht kurativen Bereich.

Was die Offizin angeht, präferieren Frauen eine Anstellung (23 Prozent). 9 Prozent würden Inhaberin einer Apotheke sein, 11 Prozent einen Verbund leiten. Männer zieht es eher in die Selbständigkeit, dann aber mit einem Apothekenverbund (20 Prozent) und nicht mit einer Einzelapotheke (3 Prozent). 17 Prozent würden sich in einer öffentlichen Apotheke anstellen lassen. Auch hier der Vergleich: Der Anteil der Selbstständigen unter allen Approbierten liegt bei 25 Prozent. Als Angestellte in der Apotheke arbeiten 55 Prozent aller Kollegen.

Eine Mehrheit von 87 Prozent der männlichen Approbierten will 2030 in Vollzeit arbeiten, bei den Frauen sind es nur 53 Prozent. Befragt nach den erwarteten Gehältern, geben Apotheker niedrigere Werte an als die übrigen Heilberufsgruppen: So sehen sowohl Männer als auch Frauen im Median ein Einkommen zwischen 61.000 und 80.000 Euro für das Jahr 2030 als realistisch an.

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