Gefäßerkrankungen

Thromboserisiko Körpergröße dpa, 08.09.2017 08:10 Uhr

Malmö - Sag mir, wie groß du bist – und ich sag dir, wie groß dein Risiko für bestimmte Krankheiten ist. Das funktioniert tatsächlich bei einer Reihe von Erkrankungen, etwa für das Risiko eines Gefäßverschlusses.

Große Menschen haben ein höheres Risiko für eine Thrombose-Erkrankung. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen nimmt mit der Körpergröße die Gefahr zu, das eine Vene durch ein wanderndes Blutgerinnsel verstopft, berichten schwedische Forscher im Fachblatt „Circulation: Cardiovascular Genetics“ über eine Analyse. Bestätigten sich die Ergebnisse, sollte die Körpergröße künftig genau wie Übergewicht bei der Beurteilung des persönlichen Risikos berücksichtigt werden, sagt Erstautor Bengt Zöller von der Universität Lund in Malmö.

Eine Thrombose entsteht, wenn sich in einem Gefäß – meist in einer Vene, ein Blutklumpen bildet. Am häufigsten passiert das in den Beinvenen. Gefährlich wird es besonders dann, wenn sich der Blutpfropf – der Thrombus – löst und mit dem Kreislauf durch die Gefäße transportiert wird. Er kann dann an verschiedensten Orten im Körper ein Gefäß ganz verschließen. Experten sprechen dann von einer Thromboembolie.

In der Lunge kann dies eine lebensbedrohliche Lungenembolie zur Folge haben. Auch Herzinfarkte und Schlaganfälle gehen häufig auf eine Thrombose zurück. Es gibt viele Ursachen für die Entstehung einer Thrombose. Dazu zählen langes Liegen oder Sitzen etwa nach Operationen oder bei Flugreisen, auch eine Schwangerschaft oder Hormonbehandlungen begünstigen die Erkrankung.

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