Kytta wärmt nicht mehr

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Berlin -

Kytta Balsam verlässt den Markt. Grund dafür sind keine Sicherheitsbedenken, sondern unternehmerische Entscheidungen. Der regulatorische Aufwand stehe in keinem Verhältnis zu den Erlösen, heißt es vom Hersteller Merck. Der Konzern setzt jetzt vollständig auf die Monopräparate der Dachmarke.

Kytta Balsam ist das einzige Produkt der Dachmarke, welches außer Beinwell-Extrakt noch den chemischen Wirkstoff Methylnicotinat beinhaltet. Der Methylester der Nicotinsäure wirkt durchblutungsfördernd und wärmend und wird daher gerne zur Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen genutzt. Auch gegen Hexenschuss, Krämpfe, Zerrungen oder bei Durchblutungsstörungen wird der Wirkstoff eingesetzt.

Regulatorisch ist die Kombination allerdings problematisch. Es sei zunehmend schwieriger, die Anforderungen für Produkte dieser Art zu erfüllen, erklärt Hans Rittinghausen, der bei Merck für die Kategorie Mobility zuständig ist. Das Produkt war bisher nach den gesetzlichen Übergangsvorschriften im Verkehr, eine Nachzulassung war gefordert worden. Dafür wären allerdings neue Studien notwendig gewesen.

Dieser Aufwand war dem Hersteller zu groß. Kytta Balsam habe neben den Hauptpräparaten der Dachmarke, Kytta Salbe und Kytta geruchsneutral, ohnehin eine untergeordnete Rolle gespielt und sei auch schon länger nicht mehr aktiv beworben worden, so Rittinghausen. Der bewährte Beinwell-Extrakt stehe den Patienten natürlich weiterhin zur Verfügung, hier sei die Zulassung nicht gefährdet.

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