Routineimpfungen für Säuglinge: Eine Spritze weniger

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Berlin - Um den Impfplan von Säuglingen bei vergleichbarem Schutz zu vereinfachen, aktualisiert die Ständige Impfkommission (Stiko) das bisher empfohlene 3+1-Impfschema der Sechsfach-Impfung und reduziert die Empfehlung auf das 2+1-Impfschema. Wichtig sei die Einhaltung der Termine. Für Frühgeborene gilt die Neuerung nicht.

Impfen ist aufgrund der Corona-Pandemie thematisch mehr in den Fokus gerückt. Auf der Suche nach einem geeigneten Impfstoff fordert die Stiko die Bevölkerung gleichzeitig auf, Routine-Impfungen nicht zu vernachlässigen. Insbesondere die Impfung von Säuglingen sollte aufgrund von Covid-19 nicht verschoben werden. Die Einhaltung der empfohlenen Termine sei extrem wichtig, um einen vollständigen Impfschutz zu erhalten. Die Stiko empfiehlt, die Impfserie um den ersten Geburtstag abzuschließen. „Für einen zuverlässigen Langzeitschutz ist es besonders wichtig, zwischen der zweiten und dritten Impfstoffdosis einen Abstand von mindestens sechs Monate einzuhalten“, betonen die Impfexperten.

Die Sechsfach-Impfung schützt gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis, Haemophilus influenzae Typ B und Hepatitis B. Das neue Schema sieht für die Grundimmunisierung eine Dosis weniger vor als beim bisherigen 3+1-Schema. Der Impfschutz soll dabei allerdings vergleichbar sein. Grund für die Anpassung sei die Erkenntnis, dass nur ein kleiner Anteil der Säuglinge zu den empfohlenen Zeitpunkten geimpft wird, so das RKI. Durch die Vereinfachung des Impfplans möchte das RKI die Anzahl von fristgerecht durchgeimpften Säuglingen erhöhen.

Das 3+1-Schema bedeutet, dass Säuglinge dreimal im Abstand von einem Monat geimpft werden. Danach folgt eine weitere Impfung mit mindestens sechsmonatigem Abstand. Nun wird eine Impfung gestrichen, sodass sich zwei Impfungen mit achtwöchigem Abstand ergeben. Die „+1“-Impfund erfoglt ebenfalls nach weiteren sechs Monaten.

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