Stada Health Report

Impfpflicht: 83 Prozent Zustimmung

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Berlin -

Das Thema Impfen rückt aufgrund der Corona-Pandemie neu in den Fokus. Zahlreiche Unternehmen forschen seit Wochen an einem möglichen Impfstoffkandidaten. Um im kommenden Jahr ausreichende Mengen zu Verfügung zu haben, ist es wichtig, dass mehr als eine Vakzine auf den Markt kommt. Generell sei das Wissenniveau beim Thema Schutzimpfungen aber eher schlecht – auch im europäischen Vergleich schneidet Deutschland nicht immer gut ab, zeigt der von Stada initiierte „Health Report 2020“.

Die Ergebnisse des Reports überraschten CEO Peter Goldschmidt „83 Prozent der Befragten befürworten eine Impfpflicht, das ist ein hoher Wert. In Spanien sprachen sich 94 Prozent für eine Impfpflicht aus, wann erhält man schon mal einen solchen Wert – fast nie. Das kam überraschend.“ Der Konzern aus Bad Vilbel widmete sich bei dem aktuellen Report allen Fragen rund um das Thema Impfung. „Gerade jetzt rückt das Thema wieder mehr in den Fokus. Corona führt dazu, dass die Menschen sich weltweit mehr mit Impfstoffen & Co. beschäftigen.“

Große Wissenslücken – hoher Aufklärungsbedarf

„Das man sich gegen Corona bald impfen lassen kann, an dieser Aussage kommt aktuell wohl kaum jemand vorbei“, so Goldschmidt. Bei anderen Erkrankungen ist der Anteil geringer: Bei Masern wissen 83 Prozent, das man geimpft werden kann. Bei Hepatitis A und B wissen 70 Prozent, dass es eine Impfung gibt, bei Windpocken 69 Prozent. Die relativ neue Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) ist bei weniger als der Hälfte der Befragten bekannt. Um eine lückenlose Dokumentation zu garantieren, sollte der persönliche Impfausweis regelmäßig kontrolliert werden und bei einer Impfung beim behandelnden Arzt vorgelegt werden. Bei der eigenständigen Kontrolle ist Deutschland Spitzenreiter: 20 Prozent prüfen ihren Pass einmal im Quartal. Im Gesamtbild sieht es anders aus: 50 Prozent der Europäer wissen nicht, wann der letzte Blick in den Impfpass erfolgte.

Antibiotika – offene Fragen

Dass der großflächige Einsatz von Antibiotika zu Resistenzen führt, davon haben die meisten Europäer schon einmal gehört. Doch nur 43 Prozent wissen, dass Antibiotika nur gegen Bakterien helfen, nicht gegen Viren und Pilze. Auch beim Thema Einnahme „klafft europaweit ein riesiges Informationsloch“. Nicht einmal jeder dritte Befragte wusste von eventuellen Wechselwirkungen zwischen Zitrusfrüchten oder Milch und den antibiotischen Wirkstoffen. Bei diesen Punkten sei die Apotheke gefragt – Apotheker und PTA können durch eine ausführliche Beratung offene Fragen zu Neben- und Wechselwirkungen beantworten. Innerhalb der Beratung sollte auch stets die Dosierung erfragt werden – nicht vollständig beendete Therapien sind ein Grund für Resistenzen, vor denen sich 66 Prozent der europäischen Bürger fürchten.

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