Reservemittel: Zanamivir als Infusion empfohlen

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Berlin - Zanamivir, bekannt aus Relenza (GlaxoSmithKline), ist bereits seit August 1999 zugelassen. Das Arzneimittel zur Inhalation kann zur Behandlung und Postexpositionsprophylaxe der Influenza A und B eingesetzt werden. GSK hat vor kurzem eine Zulassungsempfehlung für den Arzneistoff als Infusionslösung erhalten.

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat GSK für Dectova (Zanamivir) als Infusionslösung zu 10 mg/ml ein positives Votum ausgesprochen. Das Arzneimittel könnte zur Behandlung einer komplizierten und möglicherweise lebensbedrohlichen Influenza A- und B-Infektion bei Patienten ab einem Alter von sechs Monaten eingesetzt werden. Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen, beispielsweise bei bestehendem Verdacht oder Wissen, dass das Virus gegen andere verfügbare Therapien resistent ist oder die Betroffenen für eine inhalative Therapie mit Zanamivir nicht in Frage kommen.

Zanamivir hemmt die Influenzavirus-Neuraminidase. Das Enzym spielt beim Eintritt des Virus in nicht infizierte Zellen und der Virusausbreitung und -freisetzung eine entscheidende Rolle. Vermutlich verschafft das Enzym den Viren einen erleichterten Zugang durch den Mucos zur Oberfläche der Epithelzellen. Somit ist die Infektion neuer Zellen möglich. Die Neuraminidase ist auf der Influenzavirus-Oberfläche lokalisiert. Zanamivir besitzt eine extrazelluläre Aktivität und kann die Vermehrung von Influenza A und B-Viren reduzieren.

Dectova kann die Symptome der Influenza-Infektion mindern und die Genesung der betroffenen Patienten vorantreiben. Häufig beschriebene Nebenwirkungen sind Durchfall, erhöhte Lebertransaminasen oder Hautausschlag.

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