Update: Otilimab und Opaganib

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Berlin - Immer noch ist nur Remdesivir als spezielle Corona-Therapie zugelassen. Das breit einsetzbare Dexamethason findet sich ebenfalls in der aktuell gültigen Leitlinie zur Therapie von Covid-Patienten. Die Liste der potentiell wirksamen Wirkstoffe ist länger. Auch der selektive Sphingosinkinase-2 (SK2)-Inhibitor Opaganib steht auf dieser Liste.

Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) gibt Ergebnisse zur Bewertung seines monoklonalen Antikörpers Otilimab für die Behandlung von hospitalisierten erwachsenen Covid-Patienten bekannt. Die Phase-II-Studie Oscar zeigte vor allem gemischte Resultate. Der primäre Endpunkt der Studie wurde als Anzahl der Covid-Patienten festgelegt, die 28 Tage nach Erhalt einer Einzeldosis Otilimab plus Standardtherapie am Leben waren und ohne Atemstillstand oder beeinträchtigte Atemtätigkeit blieben.

Im Mittel zeigten die Patienten jeden Alters einen Behandlungsunterschied von 5,3 Prozent für Otilimab gegenüber der Standardbehandlung. Das ist statistisch nicht signifikant. Der primäre Endpunkt in der Phase-II-Studie war die Anzahl der Covid-19-Patienten, die 28 Tage nach Erhalt einer Einzeldosis Otilimab plus Standardbehandlung am Leben und frei von Atemversagen blieben, verglichen mit dem Standard der alleinigen Behandlung.

Für ältere Patienten ergaben sich bessere Werte. Bei Patienten ab 70 Jahren (N = 180, 806 in der Gesamtstudie) zeigte sich, dass 65,1 Prozent der Patienten 28 Tage nach der Behandlung mit Otilimab plus Behandlungsstandard am Leben und frei von Atemversagen waren. In der Gruppe der Probanden, die ausschließlich eine Standardtherapie erhielten, waren es 45,9 Prozent. Auch bei der Mortalität zeigten sich in der höheren Altersgruppe Vorteile bei einer Behandlung mit dem monoklonalen Antikörper. Die Mortalitätsanalyse bis zum 60. Tag nach Beginn zeigte einen Behandlungsunterschied von 14 Prozent zugunsten von Otilimab. Dies spiegelt eine Sterblichkeitsrate von 40 Prozent bei der Standardbehandlung gegenüber 26 Prozent bei Standardtherapie plus Otilimab bei Patienten ab 70 Jahren wider.

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