Stationäre Covid-Patienten: Neue Empfehlungen

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Berlin - Im März erschien die erste S1-Leitlinie zur Therapie von Patienten mit einer Sars-CoV-2-Infektion, die intensivmedizinisch versorgt werden müssen. Nun wurde diese Leitlinie um die S2k-Leitlinie zur stationären Behandlung von Covid-19 Patienten erweitert. Sie umfasst den gesamtstationären Bereich und gibt Ärzten erstmals eine ganzheitliche und fächerübergreifende Handlungsanweisung. Auch die Behandlung von Kindern und die Besonderheiten bei der palliativen Versorgung wurden miteinbezogen.

Die Leitlinie zur Behandlung von Covid-Patienten wurden aktualisiert. Laufende Studien und neue Erkenntnisse aus der klinischen Praxis führen dazu, dass die Behandlung von Corona-Infizierten noch immer stetigen Änderungen unterliegt. Die nun gültige S2k-Leitlinie umfasst Empfehlungen zur stationären Therapie von Covid-Patienten – auch außerhalb der Intensivstation. Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), und die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) haben gemeinsam mit weiteren Fachgesellschaften die Leitlinie erarbeitet.

Ganzheitlich und fachübergreifend

„Mit der neuen S2k-Leitlinie ist es uns erstmals gelungen, alle Therapieempfehlungen für die stationäre Behandlung von Covid-19 Patienten zusammenzufassen“, erläutert Professor Dr. med. Stefan Kluge, Koordinator der Leitlinie. „Somit können wir die Therapie endlich ganzheitlich und fächerübergreifend betrachten, da alle beteiligten Fachgruppen in die Erstellung einbezogen waren“, so Kluge. Mit steigenden Hospitalisierungszahlen wird ein strukturiertes Vorgehen und ein ressourcenschonendes Management immer wichtiger. Deshalb ist die neue Leitlinie weiter gefasst, als der Vorgänger und beinhaltet alle Stationen eines Klinikaufenthaltes – von der Aufnahme, über die Diagnostik, die Behandlung und das Entlassmanagement.

Darüber hinaus wurden auch Aspekte wie die Behandlung von pädiatrischen Patienten mit in die Leitlinie aufgenommen. Auch ethische und palliativmedizinische Aspekte wurden berücksichtigt. Innerhalb der Leitlinie wird definiert, unter welchen Umständen eine stationäre oder eine intensivmedizinische Behandlung notwendig ist. „Bei Patienten mit ausgeprägter Atemnot, deutlich erhöhter Atemfrequenz und Abfall der Sauerstoffsättigung, ist eine Verlegung auf die Intensivstation angezeigt. Die Leitlinie gibt dem Klinikpersonal bereits für diese Phase Empfehlungen an die Hand“, sagt Professor Dr. med. Christian Karagiannidis, Präsident der DGIIN und Leiter des ECMO Zentrums an der Lungenklinik Köln-Merheim.

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