Kopfschmerzen

Migräneanfälle durch Koffein? APOTHEKE ADHOC, 13.08.2019 14:59 Uhr

Von etwa 100 Kopfschmerzarten, sind mehr als 90 Prozent aller Kopfschmerzen auf Migräne- und Spannungskopfschmerz zurückführen. Zur Behandlung stehen verschreibungspflichtige und OTC-Arzneimittel zur Verfügung. Aber auch eine nichtmedikamentöse Therapie kann sich positiv auf die Migräneattacken auswirken. Im Rahmen der Selbstmedikation sind laut evidenzbasierten Empfehlungen nicht-steroidale Antirheumatika wie Acetylsalicylsäure (ASS) und Ibuprofen sowie eine Kombination aus Paracetamol, ASS und Coffein Mittel der ersten Wahl, wenn es sich um die Behandlung leichter bis mittelstarker Schmerzen handelt.

Gemäß S1 Leitlinie sollen Triptane bei mittelschweren bis schweren Attacken oder wenn NSAR nicht wirksam sind, zum Einsatz kommen. Eletriptan und Rizatriptan sind unter den Triptanen am wirksamsten: Die Wirkstoffe helfen bei einer Akutattacke jedem zweiten Patienten. Mutterkornalkaloide gelten als Reservearzneimittel, die nur eingesetzt werden, wenn alles andere unwirksam ist. Wichtig ist die Begrenzung der Anwendung: Apotheker sollten in einer guten Beratung darauf hinweisen, Schmerzmittel nicht länger als drei Tage am Stück und nicht an mehr als zehn Tagen pro Monat angewendet werden sollen.

Im Bereich der Prophylaxe gibt es seit einiger Zeit eine ganze Reihe unterschiedlicher Wirkstoffe mit deren Hilfe man die Zahl der Attacken reduzieren kann. Ein Beispiel sind die Betablocker, deren Nebeneffekt die Senkung der Migränetage ist: Die beste Evidenz liegt für Metoprolol und Propranolol vor. Ebenfalls eingesetzt werden der Calciumantagonist Flunarizin und das Antiepileptikum Topiramat.

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