Akuttherapie von Kopfschmerzen

Ditane/Gepante: Neue Substanzklassen gegen Migräne APOTHEKE ADHOC, 30.10.2019 11:41 Uhr

Berlin - Im Bereich Migräne wird vielseitig geforscht. Das Therapiespektrum hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erweitert: Vor allem im Bereich der Prophylaxe stehen mittlerweile verschiedene Antikörper zur Verfügung, die helfen sollen, die Anfallshäufigkeit zu reduzieren. Bei der Akuttherapie von schweren Migräneattacken sieht es anders aus: Bisher stehen nur Triptane zur Verfügung, doch das könnte sich bald ändern. Auf der auf der Jah­res­­tagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie wurden neue Therapieoptionen vorgestellt.

Es gibt etwa 100 Arten von Kopfschmerz: Migräne, Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz und arzneimittelinduzierter Kopfschmerz stellen die häufigsten Arten dar. Mehr als 90 Prozent aller Kopfschmerzen lassen sich jedoch auf Migräne- und Spannungskopfschmerz zurückführen. In Deutschland leben schätzungsweise 100.000 Migräne-Patienten. Der chronische Kopfschmerz kann den Alltag unerträglich machen. Für die Behandlung stehen verschreibungspflichtige und -freie Arzneimittel zur Verfügung.

Bei leichten bis mittelschweren Attacken kommen Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol und nichtsteroidale Antirheumatika zum Einsatz. Manche Patienten sprechen auf diese Wirkstoffe jedoch nicht an. Besonders bei starker Migräne reicht die Wirkung nicht aus. Als weitere Therapieoption stehen dann bisher nur die Triptane zur Verfügung, um Anfallsdauer und -intensität zu mindern. Aufgrund der gefäßverengenden Wirkung dürfen diese jedoch von vielen Patienten nicht eingenommen werden.

Triptane können, wenn sie rechtzeitig eingenommen werden, Schmerzstärke und Anfallsdauer deutlich reduzieren. Grundsätzlich gelten sie als nebenwirkungsarm. Triptane binden an die 5-HT1-Rezeptoren: Dadurch hemmen sie die Schmerzreizweiterleitung und vermindern die Ausschüttung von entzündungsfördernden Neuropeptiden. Der Nachteil: Sie wirken gefäßverengend. Aus diesem Grund sind Triptane bei verschiedenen Patientengruppen kontraindiziert beispielsweise, wenn schwerwiegende vaskuläre Erkrankungen wie Angina pectoris oder auch verschiedene vaskuläre Risikofaktoren vorliegen. Gleiches gilt für Patienten, die bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben.

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