Hepatitis-C-Medikamente

Maviret & Co.: FDA warnt vor Leberschäden APOTHEKE ADHOC, 09.09.2019 12:28 Uhr

Berlin - Unter der Behandlung mit bestimmten Hepatitis-C-Medikamenten kann es zu einem gefährlichen Leberversagen kommen. Davor warnt derzeit die US-Arzneimittelbehörde FDA. Besonders gefährdet sind demnach Patienten mit bereits bestehenden Leberschäden.

Die FDA warnt vor drei Kombipräparaten zur Behandlung der Hepatitis C: Maviret (Glecaprevir, Pibrentasvir), Zepatier (Elbasvir, Grazoprevir) und Vosevi (Sofosbuvir, Velpatasvir, Voxilaprevir). Bei Patienten, die mit einem der Medikamente behandelt wurden, kam es zu schweren Leberschäden und sogar zu Todesfällen. Ermittelt wurden diese schwerwiegenden Nebenwirkungen mithilfe des FDA Adverse Event Reporting Systems (FAERS).

Es existieren 63 Berichte von Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion, bei denen es unter der Therapie mit den genannten Arzneimitteln zur Leberdekompensation gekommen war. In acht Fällen kam es zu einem Leberversagen mit Todesfolge. 46 Fälle traten unter Glecaprevir/Pibrentasvir auf, 14 unter Elbasvir/Grazoprevir und drei Fälle unter Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir.

Laut FDA-Angaben sind im vergangenen Jahr rund 72.000 Patienten in den USA mit Maviret, Zepatier und Vosevi behandelt worden. Ärzten wird von nun an geraten, die Leberfunktion der Patienten vor Behandlungsbeginn sorgfältig zu prüfen und Patienten in den Stadien Child-Pugh B oder C nicht mit den genannten Arzneimitteln nicht zu behandeln. Unter der Therapie sollen die Patienten zudem auf Symptome einer Verschlechterung der Leberfunktion wie Anstieg der Leberenzyme, Gelbsucht, Bauchwassersucht, Enzephalopathie und Varizenblutungen überwacht werden. Treten Anzeichen einer solchen Verschlechterung auf, soll die Behandlung sofort abgebrochen werden.

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