Valsartan-Verunreinigung

„Man kann die Angst fast körperlich spüren“ Tobias Lau, 21.08.2018 11:58 Uhr

Berlin - Angst und Wut auf das System: Für viele Patienten, die Valsartan nehmen, hat sich der erste Schock gelegt. Doch die Unsicherheit bleibt. Entsprechend hoch ist nun der Informationsbedarf. Deshalb wollte der Pharmakologe Professor Dr. Fritz Sörgel vom Institut für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung (IBMP) in Nürnberg Abhilfe schaffen. Er bot den Betroffenen am Montagabend die Gelegenheit, sich mit ihren Fragen an Experten zu wenden – und konnte ihnen dabei auf den Zahn fühlen.

„Wenn man da in einem Raum ist mit 200 Leuten, von denen bestimmt 180 direkt betroffen sind, dann kann man deren Angst fast körperlich spüren“, sagt Sörgel über den gestrigen Abend. Die Räumlichkeiten im Klinikum Nürnberg waren voll besetzt, als er dem größtenteils älteren Publikum zusammen mit dem Toxikologen Professor Dr. Ralf Stahlmann von der Berliner Charité, der eigens aus der Hauptstadt angereist war, und dem emeriterten Pharmakologieporfessor Dr. Theo Dingermann gegenübersaß.

Die Betroffenen haben Sörgel tief beeindruckt. „Sie müssen sich vorstellen, dass das Durchschnittsalter über 70 war. Und dann sitzen die Menschen da bei der Hitze mehr als zwei Stunden zusammen, um ihre Fragen vorzutragen“, beschreibt er die Situation. „Das finde ich sensationell und es tut wirklich gut, zu sehen, dass sich die Mühe lohnt. Ich bin sehr zufrieden.“ Sein Ziel sei es gewesen, mit der Veranstaltung etwas Vertrauen zurückzugeben. „Denn das ist komplett verloren gegangen.“

„Jetzt mit dem Valsartan ist die Welt eine andere“, habe eine ältere Dame nach der Veranstaltung zu ihm gesagt, erzählt Sörgel. „Das hat mich tief beeindruckt, dass sich ein Laie so ausdrückt.“ Geplant war der Abend als regionale Veranstaltung, doch dem Eindruck nach seien auch viele Patienten von weiter her angereist. „Das kam hier in geballter Form und zum Teil auch sehr gut vorgetragen, die Patienten waren sehr gut vorbereitet.“

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