Inotuzumab Ozogamicin

Antikörper-Wirkstoff-Konjugat gegen Leukämie Nadine Tröbitscher, 03.08.2017 14:49 Uhr

Berlin - Die aggressive Blutkrebsform akute lymphatische Leukämie (ALL) kann unbehandelt innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen. Pfizer hat für das Antikörper-Arzneistoff-Konjugat Inotuzumab Ozogamicin die Zulassung für die Behandlung von erwachsenen Patienten erhalten.

Besponsa (Inotuzumab Ozogamicin, Pfizer) ist für die Monotherapie von Erwachsenen mit rezidivierter oder refraktärer CD22-positiver B-Vorläufer akuter lymphatischer Leukämie (ALL) zugelassen. Patienten mit Philadelphia-Chromosom-positiver rezidivierender oder refraktärer B-Vorläuferzell-ALL sollten mindestens einen Tyrosinkinasehemmer zuvor erhalten haben. Laut Pfizer wird das Arzneimittel „zum ersten und einzigen Antikörper-Arzneimittel-Konjugat (ADC) für Patienten mit dieser Form von Leukämie in der Europäischen Union“.

Das Arzneimittel ist als Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung auf dem Markt und wird in drei bis vier Wochenzyklen verabreicht. Der erste Zyklus startet mit einer empfohlenen Gesamtdosis von 1,8 mg/m² in drei aufgeteilte Dosen an den Tagen 1, 8 und 15. Der erste Zyklus beträgt drei Wochen und kann auf vier Wochen ausgeweitet werden. Die folgenden Zyklen werden in Abhängigkeit vom Ansprechen auf die Behandlung dosiert.

Das ADC besteht aus dem einem monoklonalen Antikörper, der gegen das Glykoprotein CD22 auf der Oberfläche von Krebszellen gerichtet und kovalent an N-Acetyl-Gamma-Calicheamicin-Dimethylhydrazid gebunden ist. Inotuzumab erkennt als humanisierter Immunglobulin-Antikörper humanes CD22. Besponsa besitzt zytotoxische Eigenschaften. Das ADC bindet an CD22 exprimierende Tumorzellen und gelangt in ihr Inneres. Dort wird das Zytostatikum Calicheamicin freigesetzt und führt durch DNA-Doppelstrangbrüche schließlich zur Apoptose.
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