Impfung: Gewissensfrage für Veganer

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Berlin -

Angesichts von Grippe- und Masernwelle in Deutschland wird aktuell darüber diskutiert, wie eine bessere Durchimpfung der Bevölkerung erreicht werden kann. Zwischen Vertretern einer Impfpflicht und radikalen Impfgegnern stehen viele Menschen, die sich noch keine abschließende Meinung gebildet haben. Dazu dürften auch viele Vegetarier und Veganer zählen, für die die Impfung zur Gewissensfrage werden kann.

Der Vegetarierbund (VeBu), die größte Interessenvertretung vegetarisch und vegan lebender Menschen in Deutschland, hat die Frage Ende Februar in einem Artikel diskutiert. Das Problem: Es gibt keine Impfstoffe für die vegetarische oder vegane Lebensweise.

Das bestätigen auch die Hersteller: „Spezielle Impfstoffe für Veganer oder Vegetarier gibt es derzeit nicht“, so Sanofi Pasteur MSD. Aufgrund des Herstellungsprozesses, der unter anderem die Anzucht der Saatviren in Zellkulturen oder zum Beispiel bei Grippeimpfstoffen in Hühnereiern umfasse, sei eine Herstellung von veganen oder vegetarischen Impfstoffen praktisch ausgeschlossen – zumindest nach derzeitigem Stand der Wissenschaft.

GlaxoSmithKline (GSK) erklärt: „Entweder werden schon im Produktionsprozess Produkte tierischer Herkunft eingesetzt, oder später als Zusatzstoffe, zum Beispiel Laktose als Stabilisator, hinzugefügt.“ Alle Lebendimpfstoffe würden ohnehin in tierischen Zellen produziert und es sei spontan kein GSK-Totimpfstoff bekannt, der nicht irgendwie mit tierischem Material in Berührung komme.

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