FDA: Grünes Licht für Krebsmittel von Bayer

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Berlin - Die US-Zulassungsbehörde FDA hat das Krebsmittel Larotrectinib des Pharmakonzerns Bayer zugelassen. Larotrectinib werde in den USA unter dem Markennamen Vitrakvi für Erwachsene und Kinder in Form von Kapseln und als Lösung zur oralen Einnahme erhältlich sein, teilte Bayer in der Nacht auf Dienstag mit. Das Mittel wurde von der Behörde vorrangig geprüft.

Larotrectinib zielt auf Krebserkrankungen mit einer sogenannten NTRK-Genfusion (Tyrosin-Rezeptor-Kinase), einem insgesamt seltenen Treiber für Krebs, der jedoch laut Bayer bei vielen verschiedenen Tumorarten vorkommen kann.

Larotrectinib sei das erste Arzneimittel, das zum Zeitpunkt der FDA-Erstzulassung eine Tumortyp-agnostische Indikation erhält, so Bayer. „Die Erstzulassung von Larotrectinib ist der erfolgreiche Abschluss jahrelanger Forschung und intensiver Bemühungen vieler Menschen, um Patienten mit TRK-Fusionskrebs erstmalig ein Arzneimittel zur Verfügung zu stellen. NTRK-Genfusionen sind selten, kommen jedoch bei vielen verschiedenen Tumorarten vor“, sagte Robert LaCaze, Mitglied im Executive Committee der Division Pharmaceuticals und Leiter der Strategic Business Unit Oncology von Bayer. „Wir können in den USA jetzt Patienten mit TRK-Fusionskrebs eine auf ihre Krankheit zugeschnittene Therapie anbieten.“

Der Konzern entwickelt das Präparat zusammen mit Loxo Oncology, ein in Stamford im US-Bundesstaat Connecticut ansässiges biopharmazeutisches Unternehmen. Außerhalb der USA leitet Bayer die regulatorischen Aktivitäten sowie die weltweite Vermarktung. In den USA werden Bayer und Loxo Oncology das Produkt gemeinsam unter dem Markennamen Vitrakvi vertreiben. Bayer hat im August 2018 bei der Europäischen Union einen Zulassungsantrag eingereicht. Auch für andere Länder wurde die Beantragung in die Wege geleitet.

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