Asthma

Fasenra: Jetzt auch im Autoinjektor Alexandra Negt, 13.11.2019 12:07 Uhr

Berlin - Seit Anfang 2018 ist Fasenra (Benralizumab) als Fertigspritze zur Behandlung von schwerem eosinophilem Asthma zugelassen. Nun hat AstraZeneca einen vorgefüllten Autoinjektor-Pen für die subkutane Selbstapplikation durch den Patienten auf den Markt gebracht. Durch die heimische Injektion soll dem Patienten eine neue Option für mehr Unabhängigkeit gegeben werden.

AstraZeneca will Erkrankten mit Fasenra als Fertigpen eine vereinfachte Anwendung zu Hause ermöglichen. Gleichzeitig betont der Konzern, dass die gewonnene Unabhängigkeit auch ein hohes Maß an Eigenverantwortung bedeutet: Nur durch eine regelmäßige, korrekte und vollständige Applikation kann der Antikörper optimal wirken. Die Selbstapplikation sollte durch den behandelnden Arzt geschult werden. Das Coaching-Konzept „Connect 360°“ wird von medizinisch qualifizierten Beratern ausgeführt. Neben einer Service-Hotline und Schulungsmaterialien wird auch eine Erinnerungsfunktion zur Einhaltung der Injektionstermine angeboten. Wenn dennoch Unsicherheiten seitens des Anwenders vorliegen sollten, steht eine Vor-Ort-Betreuung durch medizinische Fachangestellte zu Verfügung.

Benralizumab ist ein humanisierter, monoklonaler Antikörper (MAK) zur Behandlung von schwerem eosinophilem Asthma. Die Behandlung erfolgt als Add-on-Erhaltungstherapie bei Betroffenen, die gleichzeitig hochdosierte inhalative Kortikosteroide (ICS) sowie lang wirksame Beta-Agonisten (LABA) einnehmen. Zur erleichterten Einhaltung der Injektionstermine steht Betroffenen nun ein vorgefüllter Autoinjektor-Pen zu Verfügung. Eine Einzeldosis enthält 30 mg Wirkstoff. Fasenra ist für die Langzeitbehandlung bestimmt. Einmal jährlich sollte unter Einbeziehung des Schweregrades der Erkrankung, dem Ausmaß der Exazerbation und der Anzahl der Eosinophilen im Blut über die Fortführung der Therapie entschieden werden.

Der Vorteil des Wirkstoffs liegt im Behandlungsintervall. Das Behandlungsschema sieht vor, dass die ersten drei Injektionen im Abstand von vier Wochen verabreicht werden. Danach reicht eine Injektion alle acht Wochen aus. Betroffene benötigen acht Injektionen im ersten Behandlungsjahr. Bei verwandten Arzneistoffen sind es 13 Verabreichungen (Mepolizumab, Reslizumab). Unter der Behandlung mit Omalizumab können bis zu 26 Injektionen pro Jahr nötig sein.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr aus Ressort

Weiteres
Markt

Allergiespezialist

Dermapharm schluckt Allergopharma»

Verstoß gegen Health-Claim-Verordnung

Almased verliert mit Erfolgsgeschichte»

Catharina van Delden bei VISION.A

Innovationsfähigkeit: Wie Patienten die Apotheker überholen»
Politik

Parteiaustritt

Schmidt: Habe fertig mit FDP  »

Laschet, Merz, Röttgen, Spahn

Das K-Dilemma der CDU»

Dringlichkeitsantrag zu Lieferengpässen

CSU macht Druck: Arzneimittel-Produktion zurück nach Europa»
Internationales

Herba Chemosan

Engpässe: Apotheker zeigen Großhändler an»

Rumänien

Phoenix kauft sich auf‘s Podest»

Nach Vergiftungsfällen

Noscapin: Behörde gibt Entwarnung»
Pharmazie

Wenn die Dehydrogenase fehlt

5-FU: Nun werden Screeningmethoden geprüft»

Neue Wirtstiere, alte Impfempfehlung

Überarbeitete FSME-Leitlinie»

AMK-Meldung

Heumann: Oxycodon geht Retour»
Panorama

Dank Weihnachtsgeschäft

Douglas wächst kräftig»

K-Frage

Röttgen optimistisch zu Mitgliederbefragung über CDU-Vorsitz»

Jahresbilanz

Gerresheimer steigert Umsatz»
Apothekenpraxis

Kooperation

Exklusiv: Kirchen-Kasse empfiehlt Easy-Apotheken»

Defekte Wärmezellen

Thermacare geht Retour»

Apothekenpflicht

Urteil zu Homöopathie: 100 Prozent Zucker?»
PTA Live

Diabetes mellitus

Fresh-up: SGLT2-Hemmer»

Wundheilungsfördernd und desinfizierend

Rezepturtipp: Zinkoxid und Glucocorticoide»

Wenn Reinsubstanzen nicht verfügbar sind

Kapselherstellung aus Fertigarzneimitteln»
Erkältungs-Tipps

Natürliche Feuchthaltemittel

Wasserspeicher Hyaluronsäure»

Wenn das Kind das Bewusstsein verliert

Notfall: Fieberkrampf»

Schwieriger als gedacht

Richtig Naseputzen und Niesen»
Magen-Darm & Co.

Sodbrennen, Verstopfung & Co.

Typische Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt»

Bakterielle Magen-Darm-Infektionen

Shigellose: Gefährlicher Reisedurchfall»

Infektionen durch Nahrungsmittel

Pilzvergiftung: Von harmlos bis tödlich»
Kinderwunsch & Stillzeit

Narkose, Röntgen & Co.

Operationen in der Schwangerschaft – was geht, was geht nicht?»

Nährstoffe in der Schwangerschaft

Folsäuremangel: Ursachen und Folgen»

Erkältet in der Schwangerschaft

Der gewisse Push für das Immunsystem»