EMA prüft neues Corona-Medikament

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Berlin - Die europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat das Prüfverfahren für ein neues Corona-Medikament gestartet. Der schwedisch-britische Hersteller AstraZeneca habe das Kombinationspräparat Evusheld entwickelt, dass eine Erkrankung mit Covid-19 bei Erwachsenen verhindern soll.

Der nächste Antikörpercocktail gegen Covid-19 steht in den Startlöchern. Evusheld setzt sich aus den monoklonalen Antikörpern Tixagevimab und Cilgavimab. Wie bei allen Antikörpertherapie beruht der Wirkmechanismus auf der Bindung an Antigene. Tixagevimab und Cilgavimab können an zwei Stellen des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 binden. Durch die Bindung wird das Eindringen in die Zelle verhindert – der Virus kann sich nicht vermehren. Erste Testergebnisse wiesen darauf hin, dass das Mittel wirksam sei als Schutz vor der Krankheit.

Die Experten bewerten nun fortlaufend Daten aus Tests und wägen Vorzüge und Nachteile des Präparates gegeneinander ab. Wann ein endgültiges Ergebnis vorliegen wird, ist nicht bekannt. Der Hersteller hat nach Angaben der Behörde noch keinen Antrag auf Zulassung zum europäischen Markt gestellt.

Erstmals intramuskulär

Eine Besonderheit der neuen Therapie: Tixagevimab und Cilgavimab werden einmalig intramuskulär gespritzt und nicht als zeitaufwendige Infusion verabreicht. Die neue Darreichungsform könnte Corona-Ambulanzen entlasten. Auch für Patient:innen stellt die intramuskuläre Verabreichung eine Erleichterung dar, da kein Zugang gelegt werden muss.

Auch das Schweizer Pharmaunternehmen Roche hatte diese Woche einen Antrag auf Zulassung seiner Antikörper-Therapie Ronapreve gestellt. Auch Roche setzt auf eine Kombination aus zwei monoklonalen Antikörpern – Casirivimab und Imdevimab.

Bisher ist in der EU nur das Arzneimittel Remdesivir als spezielles Corona-Medikament zugelassen. Zurzeit laufen Zulassungsverfahren für fünf Präparate. Insgesamt drei Mittel werden derzeit noch von den Experten geprüft.

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