Die Unterschiede: Covid-19 vs. Influenza

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Berlin -

In Bezug auf die Symptomatik wurden Erkältung, Influenza und Covid-19 bereits häufiger gegenübergestellt. Gravierende Unterschiede gibt es jedoch vor allem in Bezug auf die Pathogenese und daraus resultierende Komplikationen.

Während bis vor gut einem Jahr nur zwischen Erkältung und saisonaler Influenza unterschieden werden musste, rückt in diesem Jahr vor allem auch die Abgrenzung zu Covid-19 in den Fokus. Denn mittlerweile sind zahlreiche Details über Infektionen mit Sars-CoV-2 bekannt, die einen Vergleich zulassen.

Organbeteiligung als wesentliches Merkmal

Sowohl Influenza wie auch Covid-19 gelten als Atemwegserkrankung. Eine Pneumonie tritt daher bei beiden Krankheiten als häufige Komplikation auf. Während sich Influenza jedoch meist auf die Lungen beschränkt, kommt es bei Covid-19 zu einer massiven Beteiligung anderer Organe – fast jedes Organ des Körpers kann vom Virus befallen werden. Mittlerweile ist klar, dass es sich nicht nur auf die Lunge beschränkt, sondern auch Gehirn, Blutgefäße, Herz, Nerven und vieles mehr befallen kann.

Bei einer Influenza werden häufig erst die hinzukommenden bakteriellen Superinfektionen gefährlich. Zwar kann es auch zu anderen Komplikationen abseits der Lunge kommen wie beispielsweise einer Entzündung der Skelettmuskulatur, sowie der Auflösung von Herzmuskelfasern (Rhabdomyolyse) mit gleichzeitiger Myoglobinurie. Diese sind jedoch seltener und meist nicht entscheidend für den Ausgang der Erkrankung.

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