Astellas bringt Evrenzo bei Anämie

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Berlin - Astellas hat mit Evrenzo (Roxadustat) ein neues Mittel zur Behandlung der symptomatischen Anämie im Rahmen von chronischen Nierenerkrankungen auf den Markt gebracht. Roxadustat beeinflusst die Erythropoetin-Bildung.

Bei einigen chronischen Nierenerkrankungen kann es dazu kommen, dass das Hormon Erythropoetin nur in geringen Mengen produziert wird. Erythropoetin stimuliert die Bildung von Erythrozyten. Ohne das Hormon kommt es zu einem Mangel an roten Blutkörperchen – das Krankheitsbild der Anämie entsteht.

Roxadustat kann das Enzym Hypoxie-induzierbare Faktor-Prolylhydroxylase, kurz HIF-PH, beeinflussen, sodass die Bildung von Erythropoetin gesteigert wird. Auch die Bildung von Hämoglobin (Hb) wird angeregt, die Symptome der Anämie verschwinden.

Evrenzo wurde in insgesamt acht Studien auf Wirksamkeit und Verträglichkeit untersucht. In vier der acht Studien wurden dialysepflichtige Teilnehmer:innen eingeschlossen. In den Studien konnte gezeigt werden, dass das neue Medikament ähnlich wirksam ist wie direkt Erythropoetin-stimulierende Mittel (beispielsweise Epoetin α).

Evrenzo ist als Tablette in fünf unterschiedlichen Dosierungen am Markt: 20, 50, 70, 100 und 150 mg. Die Einnahme erfolgt dreimal wöchentlich, wobei die Patient:innen keine Einnahmen an aufeinanderfolgenden Tagen vornehmen sollten. Die Tabletten dürfen nicht geteilt und nicht zerkaut werden. Als Hb-Zielwerte werden 10 bis 12 g/dl festgelegt. Falls der Hämoglobinwert innerhalb von 24 Wochen nicht ansteigt, sollte die Behandlung mit Evrenzo beendet werden.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen unter der Einnahme von Evrenzo gehören Hyperkaliämie, Hypertonie, Shunt-Thrombosen (insofern vorhanden), gastrointestinale Beschwerden sowie periphere Ödeme.

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