Patient Blood Management

Barmer: Viele Bluttransfusionen vermeidbar dpa, 12.09.2019 15:53 Uhr

Berlin - Viele Bluttransfusionen in deutschen Kliniken wären laut einer Studie der Barmer zu vermeiden. Dafür sollten vor allem Millionen Patienten mit Anämie besser auf planbare Operationen vorbereitet werden, sagte Kassenchef Professor Dr. Christoph Straub am Donnerstag in Berlin. Bisher nutzten aber nur wenige Krankenhäuser in Deutschland ein spezielles Behandlungskonzept zur Stärkung der körpereigenen Blutreserven, das sogenannte Patient Blood Management (PBM). „Das sollte sich schnell ändern.“

Zum PBM-Konzept gehört zum Beispiel, Patienten vorab Eisenpräparate zu geben und bei Operationen „blutsparende“ Techniken wie minimalinvasive Eingriffe und blutstillende Mittel anzuwenden. Damit würden Transfusionen insgesamt deutlich unwahrscheinlicher.

In Deutschland seien bisher rund 40 Kliniken in einem PBM-Netzwerk, erläuterte die Barmer. Dagegen sei das Konzept in den Niederlanden deutlich weiter verbreitet. Hätte Deutschland einen Pro-Kopf-Verbrauch wie der Nachbarstaat, ließen sich hierzulande pro Jahr bis zu eine Million Blutkonserven vermeiden – nach Daten von 2017 waren es insgesamt rund 3,2 Millionen.

Dabei zeige sich seit 2009 in allen Bundesländern der positive Trend, dass Bluttransfusionen zurückgehen. Es gibt der Studie zufolge aber regionale Unterschiede. So erhielten in Bayern und Baden-Württemberg rund 6 Prozent der Patienten bei einer Operation Transfusionen, in Mecklenburg-Vorpommern knapp 8 Prozent.

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