Ivermectin als Tablette zugelassen

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Berlin - Infectopharm hat hierzulande die erste Ivermectin-haltige Tablette auf den Markt gebracht. Scabioral ist seit Mai erhältlich. Die orale Darreichungsform des hessischen Herstellers ist voll erstattungsfähig.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat Infectopharm Ende Februar die Zulassung für die Tablette gegen die durch Krätzemilben hervorgerufene Hauterkrankung erteilt. Das Präparat soll in einer Dosis von 200 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht verabreicht werden.

Eine Packung enthält vier Tabletten à drei Milligramm. Die orale Behandlungsoption eignet sich laut Infectopharm besonders gut zur synchronen Behandlung aller engen Kontaktpersonen der Patienten sowie zum Einsatz in Gemeinschaftseinrichtungen. Einzelne Kliniken hätten bereits am vergangenen Freitag Tabletten vorbestellt, sagt Geschäftsführer Dr. Markus Rudolph.

Infectopharm hatte bereits im vergangenen Herbst angesichts der Situation in Flüchtlingsheimen auf die Zulassung einer oralen Darreichungsform gedrängt. Ivermectin-haltige Tabletten durften bislang nur in Einzelfällen aus Frankreich importiert werden, da sie in Deutschland nicht zugelassen waren. Skabies war leitliniengerecht nur mit topischer Permethrin-Creme therapierbar.

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