Lieferengpass

Was ist los bei Scabioral? APOTHEKE ADHOC, 30.04.2018 12:06 Uhr

Berlin - On/Off bei Scarbioral: Seit mehr als einem halben Jahr kämpfen Hersteller Infectopharm und die Apotheken mit dem Lieferengpass der Tabletten mit 3 mg Ivermectin. Die vergangenen Monate waren ein Hin und Her – von Lieferengpass zu lieferfähig. Die Situation ist noch immer brenzlich, Apotheken sitzen auf dem Trocknen.

Alles begann im September, Infectopharm meldete Lieferprobleme für Scabioral beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Laut Hersteller bestand ein produktionsbedingter Lieferengpass für das verschreibungspflichtige Arzneimittel, dessen Ende für Dezember erwartet wurde. Notlösung war ein Einzelimport.

Infectopharm konnte bereits im November liefern, jedoch war im Januar wieder Schluss. Die Ursachen seien eine erhöhte Nachfrage aufgrund der Winterbevorratung und aus dem Nachbarland, teilte das Unternehmen mit. Frankreich fehlte es am Konkurrenzprodukt und so wurde Ware vom deutschen Markt abgezogen. Anfang März war Scabioral eingeschränkt wieder lieferbar – Apotheker konnten die Packungsgröße zu vier Tabletten wieder ordern und wurden beliefert.

Apotheker klagen noch immer über Lieferprobleme – auf der Liste der Lieferengpässe des BfArM ist das Arzneimittel wieder gelöscht. Großhändler würden jedoch nicht mit den bestellten Mengen beliefert, teilt ein Apotheker mit, der seine Kunden nicht versorgen kann. Ein Einzelimport ist nicht möglich, da in Deutschland formal kein Engpass besteht. Zwar hatte die Kassen den Import genehmigt, aber die Internationale Apotheke musste dem Apotheker absagen: Wo kein Engpass, da kein Einzelimport nach § 73 Absatz 3 Arzneimittelgesetz (AMG).

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