CC Pharma räumt auf, ruft zurück

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Berlin - CC Pharma verzichtet auf mehrere Zulassungen und ruft die betroffenen Produkte zurück. Carinopharm hat bei Tranexamsäure das falsche Präparat verpackt, Lyogen von Lundbeck weist nach 24 Monaten einen zu geringen Wirkstoffgehalt auf. Und Sobi fordert Ärzte auf, Ammonaps vorerst nur noch bei Patienten einzusetzen, wenn keine Alternative zur Verfügung steht. Die AMK-Meldungen der Woche.

Bei CC Pharma wird das Portfolio aufgeräumt, die betroffenen Produkte sind ab dem 1. Januar nicht mehr verkehrsfähig und dürfen nicht mehr abgegeben werden. Die Präparate sind schon länger außer Vertrieb; anders als sonst ist die Haltbarkeit aber länger als die Abverkaufsfrist. Aus diesem Grund ruft der Reimporteur alle Chargen zurück: Betroffen sind Seroquel 100 mg (20, 50, 100 Stück), Retrovir 250 mg (40 Stück), Remeron SolTab 15 mg (48 Stück), Imurel 25 mg (100 Stück) und Femar 2,5 mg (30, 100 Stück).

Noch vorhandener Packungen werden kostenlos abgeholt und gutschrieben, Apotheken sollen sich bis spätestens zum 16. Januar mit dem Kundenservice unter der Telefonnummer 06594 9219 220 in Verbindung setzen.

Carinopharm hat einen dringenden Rückruf gestartet, denn bei Tranexamsäure Carino 100 mg/ml, 5x5 ml Injektionslösung (PZN 10816978), kam es zu einer Produktuntermischung: In den betroffenen Packungen wurden anstelle von fünf nur vier Tranexamsäure-Ampullen konfektioniert; dafür ist eine Ampulle à Urapidil 25 mg enthalten. Die Ampullen sind zwar korrekt etikettiert, sodass sie eindeutig identifiziert werden können. Eine Verwechslung kann aber lebensgefährlich sein.

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