Aggressionen und Suchtverhalten

Wenn Männer depressiv werden dpa, 17.07.2018 14:02 Uhr

Berlin - Wenn es um das Thema Depression geht, scheinen die klassischen Rollenmodelle immer noch gültig zu sein: Der Mann – das starke Geschlecht – darf und will sich keine Schwäche erlauben. Schon gar keine psychische Erkrankung. Sorgen werden totgeschwiegen oder gar in Alkohol ertränkt. Und Bedenken der engsten Vertrauten ignoriert. Mit zum Teil fatalen Folgen.

Zwar treten depressive Erkrankungen bei Frauen häufiger auf als bei Männern. Doch die Suizidgefahr ist bei Männern weitaus größer. Sie wählen gewalttätigere Methoden und sind damit erfolgreicher in ihrer Absicht, sich umzubringen, sagt Professor Dr. Arno Deister, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde. Wenngleich es nicht die eine „Männerdepression“ gibt, so stellen Ärzte doch unterschiedliche Ausprägungen zwischen den Geschlechtern fest.

Beispielsweise zeigen sie nicht immer – oder nicht ausschließlich – die bekannten Symptome. „Frauen werden antriebslos und verfallen in eine trübe Stimmung, Männer dagegen reagieren aggressiv, schinden sich noch mehr, treiben wie verrückt Sport und trinken häufiger Alkohol“, erläutert Dr. Christa Roth-Sackenheim, Vorsitzende des Berufsverbandes für Psychiatrie und Psychotherapie. Wird dieses Verhalten dann einfach als typisch männlich abgetan, bleibt die Depression lange unerkannt.

Den Zugang zur Psyche scheinen gerade Männer besser über ihren Körper zu finden, ist Roth-Sackenheims Erfahrung. Schlafstörungen oder körperliche Abgeschlagenheit sind ebenfalls mögliche Anzeichen einer Depression.

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