Jahreswechsel mit Haustieren

Was Hund & Katze gegen die Angst hilft

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Berlin -

Der Jahreswechsel bereitet Haustierbesitzer:innen oft Sorge: Denn Hund und Katze gehen mit Feuerwerk, Böller & Co. meist nicht so entspannt um. Auch wenn es in diesem Jahr erneut ruhiger sein wird, wird der ein oder andere Feuerwerkskörper mit lautem Knall explodieren. Oftmals wird auch in der Apotheke nach Rat gesucht, was dem Vierbeiner an Silvester helfen kann.

Zunächst einmal gilt es selbst die Ruhe zu bewahren und Sicherheit zu vermitteln – denn Unsicherheit überträgt sich auf Hund und Katze und verschlimmert die Symptome noch. Bei Angst ziehen sich die meisten Tiere instinktiv zurück und suchen ein Versteck. Dieses sollte in jedem Fall zur Verfügung stehen. Die Tiere können zittern, schwitzen oder vermehrt Speichel absondern und sabbern. Einige Tiere setzen vor Panik sogar unkontrolliert Urin ab. Dafür sollten sie jedoch in keinem Fall bestraft werden.

Der ideale Rückzugsort

Am besten geeignet ist für die Stunden rund um den Jahreswechsel ein abgedunkelter Raum, in dem das Lieblingskörbchen oder die bekannte Decke des Vierbeiners ihren Platz finden. Gut geeignet sind warme Kellerräume oder ein ruhiges Zimmer mit heruntergelassenen Rollläden. Katzen suchen sich gerne ein kuscheliges Nest im Kleiderschrank oder unter dem Bett. Vielen Tieren hilft leise Musik oder ein laufender Fernseher, der von den Umgebungsgeräuschen ablenkt. Auch Wasser und Nahrung können vorübergehend den Platz wechseln, falls der Raum vor lauter Angst nicht mehr verlassen wird. Die Fenster sollten selbstverständlich geschlossen bleiben.

Nur nicht verhätscheln!

Viele Halter:innen reagieren falsch auf die Ängste der Tiere: Sie reden auf sie ein, streicheln sie und unterstützen sie so nur noch mehr in ihrem Verhalten. Diese sogenannte positive Verstärkung bewirkt jedoch das Gegenteil: Sie vermittelt dem Tier, dass es richtig ist, Angst zu haben und wird die Beschwerden sogar verschlimmern. Besser ist es die Tiere in Ruhe in ihrem „Safe-Space“ zu lassen und zwischendurch mal nach dem Rechten zu sehen. Sind die Tiere nicht komplett verängstigt, kann auch spielen von den ungewohnten Geräuschen ablenken.

Ein langer Spaziergang vor dem Abend

Wichtig ist, dass Hunde unbedingt über Tag zum Gassi gehen vor die Tür sollten. Idealerweise wird gegen Mittag ein längerer Spaziergang unternommen, damit der Hund müde ist und schlafen kann. In jedem Fall sollten Hunde angeleint werden, falls doch mal ein Knall zu hören ist und sie in Panik geraten. Am besten wird dabei auf ein Geschirr gesetzt, denn aus Halsbändern können sich Hunde in Angst leicht herauswinden. Hunde sollte zudem einen Hinweis mit der Handynummer des Besitzers am Körper tragen, beispielsweise in Form einer Marke.

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