Tarifverhandlungen gescheitert

Warnstreiks von Klinikärzten stehen bevor APOTHEKE ADHOC, 16.03.2019 14:30 Uhr

Berlin - Schlechte Nachrichten für Patienten: Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat heute laufende Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt. Den Patienten stehen möglicherweise unerfreuliche Tage bevor. Der Marburger Bund trifft ab sofort Vorbereitungen für Arbeitskampfmaßnahmen.

Klinik-Patienten in Deutschland müssen in den kommenden Tagen mit Warnstreiks von Ärzten rechnen. Die große Tarifkommission der Ärztegewerkschaft Marburger Bund erklärte die Tarifverhandlungen für rund 55.000 Mediziner in den mehr als 500 kommunalen Krankenhäusern heute in Berlin für gescheitert. Gleichzeitig wies sie das Angebot der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) als nicht akzeptabel zurück.

„Die VKA hat diesen Abbruch provoziert. In allen für uns entscheidenden Punkten standen die Arbeitgeber auf der Bremse. Wir haben auf eine Einigung am Verhandlungstisch gesetzt, aber ein Angebot erhalten, das wir als den Versuch verstehen müssen, uns die Selbstachtung zu nehmen. Deshalb muss jetzt der Druck erhöht werden“, erklärt Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes. Die VKA sei nicht bereit gewesen, wesentliche Grundbedingungen für eine Einigung zu erfüllen. „Unsere Mitglieder werden sich nicht mit unbrauchbaren Formulierungen zufrieden geben, wenn es um die dauerhafte Absicherung des Ärztetarifvertrages geht. Wir verlangen eine rechtsverbindliche Vereinbarung, die die Möglichkeiten aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Tarifeinheitsgesetz vollständig ausschöpft“, sagt Henke.

Der Marburger Bund werde nun Schritt für Schritt Vorbereitungen treffen, um in kommunalen Krankenhäusern Arbeitskampfmaßnahmen der Ärztinnen und Ärzte durchführen zu können. „Ab sofort sind Warnstreiks möglich. Wir bereiten gleichzeitig die Urabstimmung unter unseren Mitgliedern vor. Über den Umfang der Auseinandersetzung werden wir dann zu gegebener Zeit entscheiden. Auf jeden Fall wird es genügend Notdienstvereinbarungen geben“, kündigt Henke an.

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