Neuer Studiengang

Starthilfe für promovierwillige Pharmazeuten Hagen Schulz, 22.11.2019 13:33 Uhr

Berlin - Über 85 Prozent der Pharmazie-Studierenden gehen nach dem Staatsexamen in die Apotheke. Dort werden sie auch dringend gebraucht, viele Inhaber klagen über Nachwuchs- und Fachkräftemangel. Die Absolventen, die dagegen den Weg in die Forschung wählen, müssen sich zahlreicher Konkurrenten aus anderen naturwissenschaftlichen Studiengängen stellen. Um die jungen Pharmazeuten fit für das Forscher-Dasein zu machen, gibt es an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main den Masterstudiengang Arzneimittelforschung.

Seit dem Wintersemester 2018/2019 gibt es nun das Angebot unter der Leitung von Professor Robert Fürst an der Frankfurter Uni. Konzipiert wurde der Studiengang für „promovierwillige Pharmazeuten“, erklärt die Koordinatorin Dr. Bettina Hofmann. Umfragen unter den Pharmazie-Studierenden hätten ergeben, dass etwa 10 Prozent nach dem Abschluss in die Forschung gehen wollen.

Der Forschungsaspekt komme im klassischen Studium aber kaum vor, lediglich zwei Wochen würden dafür im Rahmen eines ganztägigen Wahlpflichtpraktikums eingeplant. Bedarf für den neuen Studiengang Arzneimittelforschung gab es also. Dieser kann im Anschluss an das zweite oder das dritte Staatsexamen begonnen werden. „Wer nach dem zweiten StEx beginnt, kann sich die Hälfte der Studienzeit auf sein Praktikum anrechnen lassen“, so Hofmann. Das Studium dauert zwei Semester und schließt mit dem Master of Science ab.

„Da die Grundlagen nach dem Pharmaziestudium schon da sind, ist der Abschluss bereits nach einem Jahr möglich“, erläutert Hofmann. „Die sechs Studierenden, die vor gut einem Jahr bei der Premiere dabei waren, sind in den letzten Zügen oder haben den Studiengang bereits erfolgreich absolviert“, bilanziert die Koordinatorin. Im Gegensatz zum Pharmaziestudium, das weiterhin deutlich mehr Frauen als Männer wählen, ist das Verhältnis im Arzneimittelforschung-Studiengang bisher ausgeglichen.

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