„Allein die Scheiben kosteten 20.000 Euro“

Scheiben eingeschlagen: Apotheke zwei Tage geschlossen

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Berlin -

Im vergangenen Jahr wurde eine Filiale der Medios-Apotheken in Berlin stark beschädigt. Ein Mann schlug mit einem Nothammer auf Schaufensterscheiben und Türen ein. Der Schaden belief sich auf mehr als 20.000 Euro. Der Austausch war zudem derart aufwendig, dass die betroffene Filiale für zwei Tage schließen musste.

Auf einer Videoaufnahme der Überwachungskamera der Medios-Apotheke am Oranienburger Tor in Berlin ist ein Mann zu beobachten, der mit einem Hammer auf die Schaufenster einschlägt. „Es sah aus wie ein Nothammer aus dem Bus“, berichtet eine Angestellte. „Er hat das richtig gezielt gemacht und so insgesamt acht Scheiben beschädigt.“

Notdürftig abgeklebt

Zunächst wurden die Einschlaglöcher notdürftig vom Glaser abgeklebt. „Der Mann hat so kräftig zugeschlagen, dass die Löcher durch die Scheiben durchgehen“, so die Angestellte. Da es sich um Sicherheitsglas handle, sei ein Herausfallen nicht befürchtet worden. Auch ein Einbruch in die Apotheke sei damals zum Glück nicht möglich gewesen.

MediosApotheke von außen
Die Scheibe der MediosApotheke am Oranienburger Tor wurde massiv beschädigt.Foto: MediosApotheke

In der vergangenen Woche wurden die drei Meter hohen Scheiben ausgetauscht. „Es war sehr arbeitsintensiv, da wir viel zurückbauen mussten“, erklärt die Angestellte. „Es mussten Lampen hochgezogen und die bis zu vier Meter hohen Regale direkt an den Scheiben entfernt werden.“ Aus Sicherheitsgründen wurde der normale Betrieb für die Kundschaft nicht aufrechterhalten. „Wir hatten am Donnerstag und Freitag zu. Die Kundschaft haben wir umgelenkt in unsere anderen Filialen und informiert, wann wieder geöffnet wird.“

kaputte Scheibe der MediosApotheke
Der Schaden wurde nach dem Vorfall im vergangenen Herbst nur notdürftig abgeklebt.Foto: MediosApotheke Berlin

Mehr als 20.000 Euro

Die Austauschaktion sei in jeder Hinsicht spektakulär gewesen. „Es mussten jeweils vier Personen die Scheibe halten, da diese teilweise drei Meter hoch und mehr als einen Meter breit war. Es war laut und hat mehr als zwei Tage gedauert“, schildert sie. „Zudem war es sehr kostenintensiv. Allein die Scheiben haben mehr als 20.000 Euro gekostet.“ Die Aufräumarbeiten dauerten bis in den späten Abend hinein. „Nur weil jemand meinte, mit einem Hammer gegen die Scheiben zu hauen“, ärgert sie sich. „Hinzu kommt, dass die Versicherung nur die Kosten für die Scheiben übernimmt. Den Ausfall der Schließung sowie alles Weitere drumherum müssen wir tragen.“

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