Propofol-Suizid: Anklage gegen Krankenschwester

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Berlin - Nach einem Familiendrama mit zwei Toten zu Jahresbeginn im hessischen Künzell hat die Staatsanwaltschaft Fulda Anklage gegen eine Krankenschwester erhoben. Die 48-Jährige muss sich womöglich wegen Totschlags im minderschweren Fall vor Gericht verantworten. Zunächst muss das Landgericht Fulda über die Anklage befinden und bei hinreichendem Tatverdacht einen Prozess eröffnen.

Die Anklage geht davon aus, dass es in der Familie einen gemeinsam gefassten Entschluss gab, sich umzubringen. Daraufhin soll die als Anästhesie-Krankenschwester arbeitende Frau geholfen haben, ihrem Mann (51) und ihrem Sohn (16) per Infusion eine tödliche Dosis des Narkosemittels Propofol zu verabreichen. Anschließend wollte sie sich selbst töten. Sie scheiterte aber und überlebte schwer verletzt, wie die Ermittler nach der Tat am 2. Januar berichteten.

Die Angeschuldigte habe aufgrund ihres Berufs und Lebenserfahrung alle maßgebenden Aspekte der gemeinsamen Suizidentscheidung überblicken können, so die Staatsanwaltschaft. Die Anklage geht davon aus, dass der psychisch kranke Sohn aber aufgrund seines Reifegrads nicht in der Lage gewesen sei, die Tragweite der Entscheidung zu begreifen und die Einwilligung dazu zu geben.

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