DDR-Apotheken

Apotheker in der Mangelwirtschaft Maria Hendrischke, 04.10.2015 12:01 Uhr

Lieferengpässe waren in der DDR an der Tagesordnung: Besonders betroffen waren laut Körner Arzneimittel aus der sogenannten C-Nomenklatur, die in erster Linie Betäubungsmittel umfasste: „Diese Mittel wurden aus den 'nicht-sozialistischen Ländern' bestellt; aus der BRD, England und Frankreich zum Beispiel. Das ging zwar irgendwie, aber es kam immer wieder zu fürchterlichen Engpässen“, berichtet er.

Um die Lieferengpässe abzumildern, arbeitete im Pharmazeutischen Zentrum eine Versorgungsapothekerin. Ihre Aufgabe war es, knappe Medikamente rationiert auf alle Kreisapotheken zu verteilen. „So hatte sie den Überblick und konnte am besten bis zur nächsten Lieferung mit dem Vorrat haushalten“, erklärt Körner. Allerdings sei das nicht immer einfach gewesen: „Ich erinnere mich zum Beispiel an den Fall eines stark asthmatischen Kindes, das auf Cromoglicin-haltiges Spray angewiesen war. Der Wirkstoff war häufig knapp. Das war schlimm“, sagt er.

Doch mit dem Mauerfall endeten diese Schwierigkeiten. Danach wurden die Ost-Apotheken drei- bis fünfmal pro Tag beliefert. „Das war ein großer qualitativer Sprung für die Medikamentenversorgung, der das Elend der Mangelwirtschaft beendete“, so Körner. Die pharmazeutische Ausbildung habe unter den Einschränkungen allerdings nicht gelitten, betont er: „Das Studium war hervorragend. Die pharmazeutischen Wissenschaften wurden auch zu DDR-Zeiten hochgehalten.“

Archivbeitrag vom 04.10. 2015

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