Infektionskrankheiten

Lassa-Fall: „Keine Gefahr für Bevölkerung“ dpa, 11.03.2016 13:29 Uhr

Köln - Ein Krankenpfleger aus den USA wollte in Togo helfen und steckte sich dort mit einem gefährlichen Erreger an – in Köln starb ein 46-Jähriger am Lassa-Fieber. Die Gefahr weiterer Ansteckungen in Deutschland halten Ärzte für gering.

Ein in Köln an Lassa-Fieber gestorbener Patient stellte nach Einschätzung der deutschen Behörden zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung dar. Die insgesamt 45 Personen, die mit ihm in Deutschland in Kontakt seien, seien alle medizinisches Fachpersonal, sagte Professor Dr. Gerhard Wiesmüller vom Kölner Gesundheitsamt. Sie werden jetzt medizinisch genau beobachtet.

Bei dem Patienten handelte es sich um einen 46 Jahre alten US-Bürger, der in Togo als Krankenpfleger gearbeitet hatte. Seine Familie soll dort „missionarisch tätig gewesen sein“. Der Mann war am 25. Februar in Köln eingetroffen und befand sich den Angaben zufolge bereits in einem kritischen Zustand. Am nächsten Morgen starb er. Die Mediziner gingen zunächst von einer Blutvergiftung aus, festgestellt wurde „Multi-Organ-Versagen“.

Weitere Untersuchungen hätten schließlich „die überraschende Diagnose einer Lassa-Virus-Infektion“ bestätigt, sagte Professor Dr. Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln. Überraschend deshalb, weil Togo bisher nicht als Infektionsgebiet gegolten habe und zuvor in 42 Jahren nur fünf Fälle von Lassa-Fieber in Deutschland bekannt geworden seien. Lassa zählt wie Ebola und Dengue-Fieber zu den hämorrhagischen Fiebern. Lassa-Viren können Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen auslösen, später sind Hautblutungen, Durchfall und Erbrechen möglich.
  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Versandapotheken

Apo-Discounter: Zweites Standbein in Holland»

Rechenzentren

Averdung verstärkt AvP-Vorstand»

Pharmakonzerne

Neuer OTC-Deutschlandchef bei Sanofi»
Politik

Kammerversammlung Hamburg

Wie macht man eigentlich einen Umsturz?»

Gematik-Personalie

Transparency International kritisiert Spahns Lobbypolitik»

Kabinett

Lambrecht (SPD) soll Justizministerin werden»
Internationales

Apothekerpetition

„Die Bevölkerung steht hinter den Pharmazeuten“»

Kompetenzerweiterungen

Kanada: Apotheker dürfen impfen und verschreiben»

Versandapotheken

Zur Rose: Erwartungen bei Weitem übertroffen»
Pharmazie

Plaque-Psoriasis

AbbVie bringt Skyrizi»

AMK-Meldung

Fehlende Charge: Blasen- und Nierentee ohne Aufdruck»

Koronare Herzkrankheit

Pentalong: 55 Jahre Nitropenta»
Panorama

USA

Raubüberfall: Gauner simulieren Herzinfarkt»

Novum

Telemedizin in der Kinder- und Jugendpsychiatrie»

WHO

Neue Kategorien für Antibiotika»
Apothekenpraxis

Apothekenkooperation

Avie: Klahn geht schon wieder»

Einkaufstourismus Schweiz/Deutschland

Apotheker: Baustelle bremst Grenzeinkäufer»

Hof-Apotheke Jever

Apothekerin rettet ihre PJ-Apotheke»
PTA Live

Wirkstoff.A

„Mein ganzes Leben ist ein Fettnäpfchen“»

PTA Kim singt in Elmshorn

Apothekenkonzert als Danke fürs Team»

Jobwechsel

Reifen statt HV: Von der PTA zur Meister-Vulkaniseurin»
Erkältungs-Tipps

Superinfektionen

Tonsillitis: Hochansteckende Halsentzündung»

Kompetenz-Kolleg

Mission: Abenteuer Atmen»

Nicht gut bei Stimme

Beratungstipps bei Heiserkeit»
Magen-Darm & Co.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: Wie Betroffene leiden»

Ernährungsweisen

Mit FODMAP gegen Verdauungsprobleme»

Anatomie des Verdauungstraktes

Die Magenschleimhaut: Ein unterschätztes Gewebe»
Kinderwunsch & Stillzeit

Familienplanung

5 Tipps zum Kinderwunsch»

Schwangerschaftsvorsorge

Welche Untersuchungen sind notwendig?»

Allergie

Heuschnupfenmittel in der Schwangerschaft»