Infektionskrankheiten

Patient in Köln an Lassa-Fieber gestorben dpa, 10.03.2016 13:43 Uhr

Köln - Das Lassa-Fieber, verbreitet in Westafrika, ist eine gefährliche Virusinfektion. Wegen der Ansteckungsgefahr müssen Erkrankte streng isoliert werden. In der Uniklinik Köln ist das Virus nun bei einem Patienten festgestellt worden – nach dessen Tod.

Nach Angaben des Krankenhauses war der Patient mit der Diagnose Malaria direkt aus Afrika nach Köln überwiesen worden. Wenige Stunden später sei er gestorben, sagte Sprecher Timo Mügge. Am Mittwochnachmittag habe das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin post mortem die Verdachtsdiagnose Lassa-Fieber gestellt. „Daraufhin haben wir umgehend die zuständigen Behörden informiert, mit denen wir derzeit in enger Abstimmung stehen“, sagte Mügge.

Das Krankenhaus wollte vorerst nicht bekanntgeben, ob es sich bei dem Patienten um einen Mann oder eine Frau handelt. Zu Details will sich die Uniklinik erst im Laufe des Tages in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Kölner Gesundheitsamt äußern.

Das Lassa-Fieber zählt wie Ebola und Dengue-Fieber zu den sogenannten hämorrhagischen Fiebern. Die Lassa-Erreger können Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen auslösen, später sind Hautblutungen, Durchfall und Erbrechen möglich. Die Infektion kann tödlich verlaufen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) müssen Erkrankte strikt isoliert werden.
  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte